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Torchlight: Review

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Wie soll man ein Action-RPG im klassischen Hack'n'Slay-Stil entwickeln und dabei möglichst Parallelen zum allmächtigen Diablo vermeiden, um nicht als "Klon-Spiel" betitelt und gleich in die Schublade der öden Abklatsche abgelegt zu werden? Nun, am besten macht man es wie die Macher von Torchlight: Man pfeift auf das Gequassel und die Einschätzungen von Kritikern und zaubert ein Spiel hervor, welches genau die Grundelemente des offensichtlichen Vorbilds zu einem tollen Erlebnis vereint.

Die einzige Voraussetzung, die ihr mitbringen solltet, um nicht enttäuscht zu werden lautet: Erwartet keine Überraschungen oder Innovationen im Spiel. Torchlight bietet euch genau die gleiche Spielbarkeit, den typischen "Flow" und die Sammelwut des teuflischen Vorbilds. Und genau wie bei Diablo bekommt ihr für eure Monsterjagd auch hier lediglich hingeworfene Storyhappen, die euch allenfalls noch einen kleinen Grund mitgeben, warum ihr eigentlich Schwert, Axt oder Hammer schwingt, euch die Untoten oder Viehzeugs mit mächtigen Zaubern vom Leibe haltet oder aus der Entfernung mit dem Langbogen attackiert.

Torchlight Bild
Der Einstieg ins Spiel fällt sehr direkt aus. Ihr entscheidet euch für eine der drei spielbaren Klassen und legt ohne grosse Umschweife los. Ob ihr dabei als Destroyer startet, einem Muskelberg, als hübsche Vaniquisherin, die eine prima Fernkämpferin abgibt oder als mächtiger Alchemist, der mit seinen magischen Fähigkeiten zu glänzen weiss, hat natürlich nachhaltige Auswirkungen auf euer Spielerlebnis. Das Aussehen eurer Helden könnt ihr jedoch nicht beeinflussen, hier müsst ihr leider mit dem Standard Vorlieb nehmen. Auf eurer todbringenden Reise begleitet euch wahlweise eine Katze oder ein Hund, ein Pet müsst ihr euch also nicht verdienen, ihr bekommt es direkt von Anfang an als Begleitung dazu. Die tierischen Freunde könnt ihr zudem mit Halsbändern ausrüsten und müsst sie sogar gelegentlich mit Fischen füttern, die ihr aus kleinen Teichen selbst fischt, anderswo erbeutet oder findet. Zudem bieten sie euch noch ein kleines Zusatzinventar an und sind im Kampf eine nützliche Hilfe.

Grundsätzlich schimmert in jedem Dungeon, jedem Tümpel, jedem Kampf und jedem gefundenen Gegenstand der erste Diablo-Teil durch. Sogar das Dorf, in das ihr zurückkehrt, um einzukaufen und gefundene Objekte zu Gold zu machen, erinnert an das alte noch unzerstörte Tristram, ja selbst die Musik scheint eine Abwandlung des berühmten Tristram-Themas zu sein. Der positive Effekt bleibt nicht aus: man fühlt sich direkt heimisch. Einzig die Grafik wirkt ungewohnt, kommt sie doch im Comicstil daher. Das muss man schon mögen, um mit dem Titel vollends warm zu werden.

Torchlight
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Birgit Grunow

Torchlight


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Birgit Grunow am 25 Nov 2009 @ 08:12
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