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Tour de France 2008: Review

  Personal Computer 

Und wieder ist ein Jahr vorüber und Cyanide bringt einen neuen Teil der Radsport Manager-Reihe unter die Leute. Pünktlich zum Tour de France-Start. Tour de France? Da war doch was. Irgendwas mit D. Doppeldecker? Domino? Dollarbündel? Doktor? Ach ja, Doping war es, hatten wir ja glatt vergessen. Der Radsport Manager kommt aber auch in diesem Jahr ohne verbotene Mittelchen aus. Und das ist auch gut so.

Gleich vorweg: Viel geändert hat sich nicht, wenn man das Spiel mit dem Vorgänger vergleicht. Eine der Neuerungen stellen die Bahnradwettbewerbe dar, die jedoch sowohl spielerisch als auch taktisch nicht besonders gefallen können. In einer Art Geschicklichkeitsspiel, welches zu den aktuellen Sportspielen der bevorstehenden Olympiade besser passen würde, navigiert ihr eure Fahrer durch das Rondell und versucht mit korrektem Einsatz und Nutzung des Windschattens, zum Sieg zu fahren. Wenig unterhaltsam und ein merkwürdiger Part in einem Managerspiel.

Dann doch lieber auf den Kernteil ein grösseres Augenmerk werfen, in dem ihr als Manager eines Profirennstalls verantwortlich zeichnet für die Erstellung von Trainingsplänen, der Suche nach frischen Talenten oder Verhandlungen mit Sponsoren. Als Sportchef in Personalunion seid ihr auch bei den Renn-Events für die Taktik zuständig, gebt Anweisungen an eure Fahrer weiter, die diese dann auch brav umsetzen. Wasserflaschen holen, Führungsarbeit leisten oder zum Angriff blasen. Drei, statt der früheren zwei Balken gilt es jetzt im Auge zu behalten. Ausdauer, Zähigkeit und Offensivaktionen werden entsprechend dargestellt.

Die Sportler führen grundsätzlich alle Befehle aus, ohne eigenen Kopf. Das ist schade, denn somit verzichtet das Spiel auch diesmal wieder auf Einzelgespräche mit den Profis, in denen ihr ihnen mal lobend übers Haar streicht oder ihnen selbiges derbe wascht nach einer miserablen Vorstellung. Ihr tretet mit einem gewählten Team gegen die Elite des Radsports an und versucht, euch in Einzeletappen oder bei diversen Rundfahrten Siege und Punkte zu holen.

Das ist alles andere als leicht, denn die KI agiert hervorragend und auch selbst taktisch äusserst clever. Das Tempo wird hochgehalten oder mal verschleppt, Ausreissergruppen werden konsequent am Ende des Rennens gestellt. Sprinter arbeiten sich mit ihren Helfern langsam bei einer Flachetappe nach vorne, um den Sieg auf den letzten Metern erringen zu können. Die Rennen sind allesamt glaubwürdig und spannend. Zeitbeschleunigungs-Buttons lassen euch auf längeren Etappen komfortabel ruhige Phasen im Feld schneller durchlaufen; auf Wunsch schaltet das Programm wieder in die Normalzeit, sobald etwas Wichtiges passiert.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 09 Jul 2008 @ 17:49
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