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TrackMania Sunrise: Review

  Personal Computer 

Mit 190 Sachen rasen Alexander und ich in die Steilkurve. Unsere Wagen werden von der Fliehkraft an die Begrenzungsmauer gedrückt. Mit etwas Glück befreien wir uns beide aus der misslichen Lage und treten das Gaspedal vollends durch. Eine Rampe kommt bedrohlich näher, ich überhole den Redaktionskollegen lässig und fahre mit Höchstgeschwindigkeit darüber hinweg. Blöd nur, dass ich mit meinem Wagen viel zu weit springe und im kühlen Nass lande, während mein Kontrahent locker über die Ziellinie fährt. Gelächter im Teamfunk - eine spassige Runde findet einen verdienten Sieger.



Diese Szene beschreibt kurz und bündig eine kleine Momentaufnahme des spassigen Multiplayerteils von Trackmania: Sunrise. Selten hatten wir in der Redaktion so viel Freude, einen Multiplayerteil zu testen. Doch auch der Solopart wurde von uns kräftig unter die Spielspasslupe genommen. Viele Rennspiele behaupten von sich, das schnellste und rasanteste Spielgefühl zu bieten. Der neue König in der Disziplin Geschwindigkeit auf der Strasse heisst ab sofort Trackmania: Sunrise. Denn wer mit über 600 km/h über den Asphalt brennt und in die nächste Kurve fliegt, der hat sich diese Auszeichnung redlich verdient. Doch letztlich ist es eigentlich wurscht, wieviel km/h auf dem Tacho zu lesen sind. Das Spiel ist einfach schnell, rasant und spassig geraten. Nachdenken sollte man hier nicht, denn der Bleifuss ist der beste Freund des Rennfahrers.

Begeisterte Anhänger des Vorgängers wissen dies natürlich und stürzen sich mit Enthusiasmus auf den Multiplayer-Spassgarant. Warum das so ist? Bereits vor einem Jahr konnte die Spielidee begeistern, da es mit einem genialen Streckeneditor und ruckelfreien Spielerlebnis viele virtuelle Rennfahrer an den Monitor fesseln konnte. Eine grosse Fan-Community entstand, die Besitzer des Spiels täglich mit neuen Map-Ideen verwöhnte. Aufgrund der geringen Dateigrössen wurden Maps gleich zu Dutzenden heruntergeladen. Wieder war tagelanger Fahrspass garantiert, zumal einige der Maps ausgezeichnet entworfen waren. Doch die Fans hatten auch viele Wünsche an das Team von Nadeo, um ihren Racer noch besser zu erleben. Vor allem die Optik des Spiels wurde mehrfach bemängelt. Man wollte weg vom Spielzeugauto-Image kommen. Das hat Nadeo eindrucksvoll geschafft.

Was sogleich ins Auge springt, ist die wunderbare Umsetzung des Geschwindigkeitsgefühls. Die detaillierten Wagenmodelle, von denen ihr drei verschiedene Typen präsentiert bekommt, glänzen im prallen Sonnenlicht oder in den Lichtern der Grossstadt. Wunderbare Wasserreflexionen, authentische Schattenwürfe, dynamische Lichteffekte und der zur Verfügung stehende Bewegungsunschärfe-Effekt lassen Trackmania-Jüngern die Kinnlade herunterklappen. Ein Traum wird wahr, sofern ihr einen schnellen Rechner mit viel RAM euer Eigen nennt. Denn die tolle Optik ist arg hungrig auf teure Hardware und scheint speziell bei komplett eingeschalteten Details nicht optimal programmiert zu sein. Insbesondere bei den packenden Multiplayer-Duellen heisst es da, lieber auf Details zu verzichten im Gegenwert für maximale Geschwindigkeit. Übrigens: Dass alle Strecken erneut per Baukastenprinzip erstellt worden sind, fällt diesmal kaum auf. Lediglich aus der Vogelperspektive lassen sich die Anschlussstellen der Bauteile noch manchmal erkennen.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 08 Mai 2005 @ 22:58
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