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Trackmania Original Extended Version: Review

  Personal Computer 

Zu den rasantesten Rennspielen überhaupt zählt die Trackmania-Serie. In diesem Jahr war es Trackmania Sunrise, 2004 das Original Trackmania, welches Fans weltweit zum Streckenbau animierte. Und obwohl es schon den Nachfolger Sunrise gibt, ist erst jetzt die Trackmania Extended Edition erhältlich. Warum? Steht hier im Test.

Eins mal vorweg: Trackmania (kurz TM) ist kein Spiel für Schnarchnasen! Auch wer die schnellste Formel-1-Simulation gekonnt meistert, muss nicht unbedingt auch ein guter Fahrer in Trackmania sein. Denn hier geht es beinahe ausschliesslich um wahnsinnige Geschwindigkeiten und Reflexe. Punkt.

TM verbindet moderne Grafiken mit den arcadelastigen Spielelementen klassischer Videospiel-Hits und kombiniert das Gesamtpaket mit den Möglichkeiten flexibler Mehrspieler-Partien im Internet oder per LAN. Auf die Fahrzeuge unterschiedlicher Bauart (Jeep, Rennwagen oder auch Sportmini) blickt ihr diagonal von hinten. Wer's mag, kann auch die Stossstangen-Kamera einschalten. Unfälle mit euren Kontrahenten sind ausgeschlossen, denn eine Kollisionsabfrage gibt es nicht. Gegner sind höchstens im Geistermodus auf den Strecken zu sehen. Im Klartext: Nur eure Karre, die Strecke und ein knappes Zeitlimit haben eine Bedeutung. Und nichts kann euch daran hindern, schnell genug für eine Bronze-, Silber- oder Goldmedaille zu fahren. Zumindest fast nichts. Wären da nicht diese verdammt mörderischen Fahrbahnen!

Abfahrt in alle Himmelsrichtungen

Die Strecken haben es nämlich in sich, egal ob im Trackmania Originalspiel oder in Trackmania Sunrise. Mit rasanten Geschwindigkeiten fetzt ihr über asphaltierte Geraden, prescht in scharfe Kurven und rast auch mal durch Wüsten- oder Eislandschaften. Pfeile auf den Fahrbahnen verpassen eurer Karre Turboantriebe. Mit denen erreicht ihr die nötigen Geschwindigkeiten, um auch über Rampen breite Schluchten zu überspringen, Loopings zu meistern oder durch verwirrende Schrauben zu heizen. Wem danach noch nicht übel ist, der entleert spätestens nach dem 90-Grad-Absturz in einem der Röhrensysteme seinen Mageninhalt über die Tastatur. Aber halt - das muss nicht sein. Schliesslich gibt es auch in TM eine Bremse. Der Einsatz derer ist zwar eher selten anzuraten, sie verhindert aber beispielsweise auf extrem buckeligen Streckenabschnitten oder in 180-Grad-Kurven ein Abkommen von der Fahrbahn. Das passiert euch öfter, als euch lieb sein wird. Chaos ist nämlich Bestandteil des Spiels und fördert den Spass. Völlig Arcade eben. Darum gibt es wohl auch kein Schadensmodell. Die Autos bleiben stets fahrbereit, solange sie nicht auf dem Dach zum Liegen kommen. Falls das geschieht, reicht ein Drücken der Enter-Taste, und ihr setzt die Fahrt hinter dem zuletzt durchfahrenen Checkpoint fort. Ein Zeitverlust, der bei Wettrennen im Mehrspielermodus so richtig weh tut. Denn im Internet erwarten euch eine Menge TM-Profis, die nicht nur fahren wie die Teufel, sondern auch verteufelt gute Strecken bauen. Ein sehr komplexer Streckeneditor ist Bestandteil von Trackmania. Mit dem sind eurer Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

Wer nicht unbedingt online oder im Netzwerk spielen will, hat anfangs auch mit den angebotenen Solomodi seine Freude. Neben gewöhnlichen Zeitrennen sind vor allem die Plattform- und Stunt-Modi interessant. Plattformrennen setzen viel Geschick im Umgang mit dem Fahrzeug voraus. Das ist zwar relativ leicht zu steuern, da es gut auf Fahrkommandos reagiert und nur selten ausbricht (zur Freude von Gelegenheitsspielern), aber wenn sich nach dem Sprung über eine Rampe plötzlich vor euch ein Loch in der Fahrbahn auftut, hilft nur ein gewagtes Ausweichmanöver. Ansonsten heisst es Fahrzeug kontra Leitplanke, oder es verschwindet einfach im Loch und fällt in eine Schlucht oder auf die Fahrbahn darunter. Enter drücken und weiter geht die Fahrt. Gerade auf den Plattformbahnen geht es hoch und runter, auf mehrere Ebenen, dann und wann durch Steilkurven und über schmale Brücken, auf denen gerade mal die Bereifung Platz hat. "Augen zu und durch" darf hier kein Motto sein - Plattformfahrer sind echte Fahrakrobaten und keine Vorwärtseinparker. Das gleiche gilt für Mutige im Stuntmodus: Nach dem Absprung von einer Rampe sind in der Luft Drehungen zu machen. Für die gewagtesten Stunts gibt es die meisten Punkte. Aber Vorsicht! Übermut tut bekanntlich selten gut, denn wer seinen Wagen nach einem Flip falsch aufsetzt, riskiert einen Crash und verliert Zeit. Läuft das Zeitlimit im Stuntrennen ab, werden Punkte abgezogen und das Rennen ist vielleicht sogar verloren, trotz der tollkühnsten Drehungen.

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Thomas Richter

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Thomas Richter am 18 Dez 2005 @ 13:32
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