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Transport Gigant: Review

  Personal Computer 


Wer immer davon geträumt hat in der Transport- und Logistikbranche sein Geld zu verdienen, der kann jetzt schon auf dem PC sein Glück versuchen. Die Entwickler von JoWooD bringen mit dem Transport Gigant eine Wirtschaftssimulation auf den Markt, die in diesem Sektor neue Massstäbe setzen soll. Eine komplex aufgebaute und zugleich einfache sowie überschaubare Wirtschaftssimulation war das Entwicklungsziel. Wir sind für euch in die Welt der Spediteure und Transportgiganten eingetaucht und haben das Spiel auf Herz und Nieren getestet.



Gleich zu Beginn gibt es von meiner Seite aus einen dicken Rüffel an die Entwickler aus dem Hause JoWooD. Der Grund dafür: Das fehlende Tutorial! Wer entwickelt denn bitte eine Wirtschaftssimulation und vergisst ein Tutorial einzubauen? Gleich nachdem das Spiel installiert und gestartet ist wird der Spieler ins kalte Wasser geworfen. Das ist tödlich für Anfänger oder Spieler, die den Vorgänger nicht kennen. Hat der Spieler sich nämlich nicht für das Endlosspiel entschieden, scheitert er gleich am Zeitlimit der ersten Aufgabe. Und das allein aus dem Grund, dass er keine Ahnung hat, wie er sein Missionsziel erfüllen soll. Wenn man einem Grundschüler, der gerade die Grundrechenarten beherrscht, eine Kurvendiskussion vor die Nase setzt, wird man den gleichen Erfolg erzielen. Das ist völlig unverständlich.

Der Kern des Spiels:

Deshalb beginnt das Spiel mit fröhlichem Rätselraten. Wie transportiere ich Güter von A nach B? Wo gibt es was und wie stelle ich das überhaupt an? Das einzige was Unterstützung bietet, sind die Hilfstextmenüs, die unter den Icons erscheinen, wenn man die Maus darüber bewegt. Als nächstes muss der Spieler auf den Trichter kommen, zwischen je zwei Punkten, die er mit Waren, Produkten oder Menschen versorgen will, ein so genanntes LKW-Terminal zu bauen. Das ist teuer, dass heisst es verursacht hohe Bau- und Betriebskosten, ist aber dennoch unentbehrlich, denn ohne ist kein Gütertransport möglich.

Wer das verstanden hat, darf sich mit dem Einrichten seiner Handelsrouten herumschlagen. Das ist der Hauptbestandteil des Spiels. Nur: Wie richtet man ohne einen Plan zu haben eine solche Handelsroute ein? Unzählige Versuche später hat der Spieler es dann entweder geschafft oder pfeffert das Spiel in die Ecke. Wer letzteres nicht getan hat, wird schnell merken, dass diese Routen mit Fahrzeugen (am Anfang zunächst Ochsen- oder Pferdekarren) befahren werden können. Handelsrouten können zwischen zwei oder mehr Terminals eingerichtet werden.

Das alles funktioniert natürlich nur, wenn die Terminals über Strassen oder Schotterwege miteinander verbunden sind. Danach müssen sie so lange dupliziert werden, bis sichergestellt ist, dass die erforderlichen Warenmengen auch in der entsprechenden Zeit ankommen und eine gute Auslastung gewährleistet ist. Unrealistisch ist auch der Faktor Zeit. Für ein paar Zentimeter Weg braucht ein Ochsenkarren bei normaler Geschwindigkeit fast einen Monat. Ebenfalls schwierig ist das Umplanen von Handelsrouten. Hat man beispielsweise eine Station mit einem bestimmten Gut ausreichend beliefert und benötigt dieses jetzt an anderer Stelle dringend, steht der Spieler vor dem nächsten Problem. Denn in den Routen die Endlieferstation auszutauschen reicht nicht aus. Die Fahrzeuge stauen sich auf den Schotterwegen in etwa so wie auf der A8 zur besten Urlaubszeit und lassen sich nicht mehr vom Fleck bewegen. Einfach grossartig!

Plant euer Budget - wenn ihr könnt!

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Unübersichtlichkeit der Verdienstmöglichkeiten. Es gibt zwar im Statistikbereich eine Übersicht, was man für die Auslieferung seiner Bretter, Passagiere oder was auch immer verdient, jedoch ist diese sehr spärlich ausgefallen und versorgt den Spieler gerade mit dem Nötigsten Über den Anlieferstationen blinkt zwar ein kleiner grüner oder beim Erstbau roter Betrag auf, der die Kosten beziehungsweise Einnahmen verdeutlichen soll, das war es dann aber auch schon. Was es aber gibt und was ich an dieser Stelle natürlich nicht unterschlagen möchte, sind Angaben über Reparatur- und Betriebskosten. Diese stehen aber nur klein bei den Eigenschaften der Gebäude dabei und man weiss deshalb noch lange nicht, ob man durch seine Lieferungen und Bauten schwarze oder rote Zahlen schreibt. Das merkt man nur am Kontostand und der kargen Übersicht in der Statistik. Wie soll der Spieler so vorausschauend sein Budget planen? Produzieren und ausliefern funktioniert nur, wenn das Transportunternehmen eine angemessene Liquidität an den Tag legt. Wer verkauft schon einem bankrotten Unternehmer Holz? Genau, kein Mensch!

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Admin am 08 Mrz 2005 @ 15:14
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