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Tribes - Vengeance: Review

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Nachdem Sierra 2001 die Firma Dynamix geschlossen hatte, stand es lange Zeit schlecht um eine Fortsetzung der Tribes-Reihe. Zwei Jahre später gab es dann Entwarnung in Form der Ankündigung eines dritten Teils. Diesmal bei der talentierten, australischen Spieleschmiede Irrational Games in Arbeit, sollte es neben einem obligatorischen Mehrspielermodus auch erstmals eine vollwertige Einzelspieler-Kampagne geben.

Tribes: Vengeance

ist nun seit ein paar Wochen im Handel erhältlich. Ob es bei den Australiern in guten Händen war, erfahrt ihr in unserem Testbericht.



Der Singleplayer

In der Zukunft tobt seit Jahren ein generationsübergreifender Krieg zwischen dem Imperium und autonomen Stämmen, den so genannten Tribes. Die Tochter des imperialen Königs wird eines Tages von den Tribes entführt und verliebt sich in einen der Stammeskrieger. Der Versuch, den blutigen und sinnlosen Krieg zu beenden, schlägt fehl. Eine geheime Partei spielt aus Machtgier Imperium und Tribes gegeneinander aus.

Im Verlauf des Spiels steuert ihr nicht nur die genannte Königstochter, sondern erlebt die Handlung aus den Augen verschiedener Personen. Ähnlich wie in Max Payne oder Filmen von Quentin Tarantino wird die Story mit vielen Rückblenden erzählt, was leider nicht sehr gut gelungen ist. So sorgt der ständige Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart schnell für Verwirrung und lässt die Story nebensächlich werden. Schade auch, dass sich der Grossteil der englischen Synchronsprecher wenig Mühe gab und die hinzuschaltbaren deutschen Untertitel mehr schlecht als recht übersetzt wurden.

Die verschiedenen Charaktere steuert ihr stets aus der ersten Person. Ausnahmen sind nutzbare Vehikel wie Panzer und Kampfgleiter, denn hier wechselt die Perspektive automatisch in die dritte Person. Das Missionsdesign ist sehr linear aufgebaut und eure Ziele könnt ihr dank eines Radars kaum verfehlen. Gerade die sehr grossen Aussenareale bieten euch aber eine beeindruckende Handlungsfreiheit. So könnt ihr oftmals selbst wählen, welches Ziel ihr zuerst angreifen wollt, und könnt mit dem stets vorhandenen Jetpack auch hohe Gebirgsketten problemlos erklimmen. In den Innenarealen müsst ihr euch dagegen grösstenteils an vorgeschriebene Pfade halten, werdet jedoch häufig von geskripteten Ereignissen bei Laune gehalten. So kommt es vor, dass ihr von einem explodierenden Raumschiff fliehen müsst, während halbe Areale explodieren und euch Trümmerteile um die Ohren fliegen.

Klingt alles super, und das ist es die meiste Zeit auch. Leider gab es aber Situationen, in denen ich mich fragte, ob die Entwickler zu dem Zeitpunkt noch ganz bei Trost waren. Manche Aufgaben sind einfach zu hart gestaltet worden. So müsst ihr beispielsweise im Alleingang eine wichtige Basis vor einer Übermacht an Gegnern beschützen und habt dafür mit Glück gerade so die nötige Ausrüstung, dass ihr den Ansturm knapp überlebt. Ich rede hier wohlgemerkt von dem mittleren Schwierigkeitsgrad und habe an der genannten Stelle heftigen Gebrauch der Schnellspeicherfunktion gemacht. Und wo wir schon beim Thema sind: Wieso zur Hölle legt das Spiel keinen Auto-Speicherpunkt beim Betreten eines neuen Levels an? Wenn ihr einmal ungünstig schnellspeichert und vergessen habt, einen Spielstand manuell anzulegen, "dürft" ihr im schlimmsten Fall die komplette Kampagne nochmal von vorne beginnen. Abgesehen davon dauern sowohl Speicher- als auch Ladevorgänge verhältnismässig lang. Ein weiterer Negativpunkt: Manche Gegner "verschmelzen" zu sehr mit der Umgebung und sind erst nach genauerem Hinsehen sichtbar.

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Admin am 08 Mrz 2005 @ 15:37
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