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Tropico 2: Review

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Vor gut zwei Jahren durften wir uns als virtuelle Präsidenten auf der eigenen Insel in der Karibik austoben. Tropico eröffnete uns die Möglichkeit, ein Urlaubsparadies verbunden mit dem blühenden Handel einer gesunden Wirtschaft aufzubauen. Der Nachfolger lässt uns in die Rolle eines Piratenkapitäns im 17ten Jahrhundert schlüpfen. Ob ihr die Totenkopfflagge hissen, oder euch lieber unter Deck versteckten solltet, lest ihr in unserer Review.



Wieder gilt es, als Insel-König, zum einen die Bedürfnisse eurer Untergebenen zu erfüllen und - so ganz nebenbei - noch eure eigene private Schatztruhe zu füllen. Da Piraten eher faule Arbeiter sind und sich ganz auf ihre Kanonen und Säbel beim täglichen Broterwerb verlassen, kümmern sich Sklaven um die täglichen und lästigen Arbeiten. Deren Arbeitsmotivation aufrecht zu erhalten, ist mindestens genauso mühselig, wie die Laune eurer Piraten zu verbessern. Ein Minimum an angsteinflössenden Galgen, Aufsehern und einige Wachtürme sollten eure billigen Arbeitskräfte auf Trab halten. Für ausreichende Nahrung sollte aber stets gesorgt sein, denn allzu hungrige Sklaven arbeiten erfahrungsgemäss schlecht und langsam. Die Piraten hingegen wollen sich auf der Insel amüsieren, Massagesalons mit freudespendenden Damen, Wirtshäuser und Spielhöllen dürfen da genauso wenig fehlen wie ein ordentlicher Beutezug, der ausnahmsweise mal etwas mehr Gold in die Taschen der Seemänner klimpern lässt.

Meuterei auf der Insel?

Einfache Wirtschaftskreisläufe, die aus bis zu drei Unterstufen bestehen, sorgen dafür, dass das tägliche Inseltreiben jederzeit überschaubar bleibt. Holz wird von den Sklaven aus den naheliegenden Wäldern herangeschafft, in der Sägerei zu Planken verarbeitet und schlussendlich für den Bau von Schiffen oder anderen Gütern verwendet. Ressourcen wie Tabak, Korn oder Zuckerrohr wachsen auf den Feldern und werden in Lagerhäusern gesammelt. Die Verarbeitung geschieht wiederum in anderen Gebäuden, kurze Wege bedeuten daher eine effektivere Wirtschaft. Ist das erste Fass Bier endlich in der örtlichen Schenke angekommen, steigt der Zufriedenheitsgrad merklich und die ersten angetrunkenen Seeräuber schwanken freudestrahlend durch das Dorf. Ein Klick auf die entsprechende Person teilt euch deren Gedanken, Wünsche und sonstige Informationen mit. Je reicher und erfahrener eure untergebenen Piraten werden, umso mehr gehobenere Ansprüche stellen sie an euch. Erfüllt ihr diese nicht, droht schlussendlich sogar eine Meuterei.

Um eure Betriebe schneller in Fahrt zu bringen empfiehlt es sich, Spezialisten von anderen Siedlungen zu entführen, eure Piraten haben damit selten ein Problem. Ohne eine gelernte Fachkraft sind Weiterentwicklungen gar nicht möglich und der Bau von besser ausgerüsteten Schiffen schleppt sich dahin. Eure gebauten Schiffe könnt ihr auf verschiedene Missionen schicken. So kundschaftet ihr anfangs das karibische Meer auf der Suche nach neuen Sklaven oder Reichtümern aus. Entdeckt ihr ein Schiff mit wohlhabenden Passagieren, entert ihr es und nehmt die Beute mit in den sicheren Hafen eures Piratenverstecks. Mit der Zeit baut ihr bessere Schiffe, die längere Zeit ausserhalb eures Hafens verweilen können. Um eure Piraten auf Beutezüge zu schicken, benötigt ihr verständlicherweise auch Waffen. Das aus einer Erzmine gewonnene Material wird in einem Schmelzofen für die Fabrikation von Säbeln, Musketen oder Kanonen benötigt. Rückt ihr einer der Parteien bestehend aus Franzosen, Spaniern und Engländern jedoch zu heftig auf den Pelz, kann es gut sein, dass ihr einen Gegenangriff verkraften müsst. Die Seeschlachten werden per Textform dargestellt, was auf der einen Seite schade ist, andererseits gibt es auf der Insel bereits genug zu tun, müssten wir uns da auch noch um strategische Schlachten kümmern, wäre der Aufbau unseres Piratenverstecks eine sehr hektische Angelegenheit.

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Admin am 08 Mrz 2005 @ 15:53
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