GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Tropico 5: Review

  Personal Computer 

Der Publisher Kalypso Media schickt uns mit Tropico 5 abermals in die Karibik. Hoffentlich macht die Serie mit der neuesten Episode endlich einen ordentlichen Schritt nach vorne. Oder doch nicht?

Diktator in der fünften Generation

Es ist tatsächlich schon 13 Jahre her, dass der Mix aus Aufbaustrategie und Wirtschaftssimulation Tropico sein Debüt gefeiert hat. Damals war noch das Team von PopTop Software für die Entwicklung verantwortlich, bevor dann im Jahr 2009 das bulgarische Studio Haemimont Games die Zügel in die Hand genommen hat. Gerade die ersten drei Episoden der Serie haben einen grossen Wandel durchgemacht, obwohl der Spielkern stets der gleiche blieb. Allerdings stagnierte die Serie beim Sprung vom dritten auf den vierten Teil ein wenig. Umso grösser war die Skepsis, ob die Entwickler bei der aktuellen fünften Episode endlich wieder den Mut zur Innovation aufbringen könnten. Wir können es vorwegnehmen: Ja, das konnten sie!

Am grundlegenden Spielprinzip hat sich allerdings nichts geändert, was ja auch nicht unbedingt nötig war. Wer aber bisher noch nie etwas mit der Tropico-Serie zu tun hatte, dem geben wir eine kurze Einführung: Ihr schlüpft in die Rolle eines aufstrebenden Diktators, der seinen kleinen Inselstaat in der Karibik zu Glanz und Glorie verhelfen möchte - und sich selbst dabei natürlich zu mehr Macht. Das Spielgeschehen gliedert sich dabei in drei Teilbereiche: Wirtschaft, Aufbau und Kampf. Letzterer hat in Tropico 5 zwar etwas an Bedeutung gewonnen, spielt aber auch weiterhin eine eher untergeordnete Rolle. Die paar Gefechte, die ihr während der Kampagne oder auch im freien Spiel austragen werdet, sind nicht wirklich spielentscheidend. Konzentrieren wir uns daher auf die beiden anderen Standbeine.



Es lebe die Revolution

Da wäre zum Beispiel der Aufbaupart von Tropico 5. Vor allem zu Beginn der Kampagne seid ihr darauf angewiesen, möglichst viele Rohstoffe oder auch produzierte Waren an die britische Krone zu verkaufen. Also setzt ihr Plantagen und Farmen auf das Land, schliesst diese ans bereits vorhandene Strassennetz an und füllt auf diese Weise langsam, aber sicher die Staatskasse. Neben dieser müsst ihr aber auch unbedingt die Zufriedenheit eurer Untertanen im Auge behalten. Die Bewohner des Eilands verlangen nicht nur nach ausreichend viel Wohnraum, sondern auch nach Unterhaltung, medizinischer Versorgung sowie Bildung. Nur wenn ihr all diese Bedürfnisse befriedigt, steigt eure Beliebtheit als Staatsoberhaupt und ihr dürft auf eine Wiederwahl hoffen. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Statistiken im etwas entschlackten Menü, die euch stets mit den wichtigsten Zahlen versorgen. Das alles funktioniert gewohnt gut.

Neu hinzugekommen sind die sogenannten Epochen beziehungsweise Zeitalter. Ihr beginnt eure Partien während der Kolonialzeit und schlagt euch später durch das Zeitalter der Weltkriege, des Kalten Kriegs und der Neuzeit. Diese Epochen sind nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern wirken sich auch deutlich auf die Spieltiefe aus. Jedes Zeitalter bringt beispielsweise spezifische Technologien mit sich, die euch neue Möglichkeiten eröffnen. Wer über Satellitentechnologie verfügt, kann das Land in der direkten Umgebung schneller erkunden. Ausserdem werdet ihr beim Wechsel der Epochen auch vor neue Herausforderungen gestellt. Im Kalten Krieg steht ihr zum Beispiel zwischen zwei verfeindeten Fraktionen und müsst mittels geschickter Diplomatie sowie Freundschaftsdienste möglichst die Missgunst auf euren Inselstaat abwenden.

Tropico 5
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Andre Linken

Tropico-5


Tropico-5


Tropico-5


Tropico-5


Andre Linken am 28 Mai 2014 @ 20:19
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen