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True Crime - Streets of L.A.: Review

  Personal Computer 


Wenn gleich mehrere Genres in einem Spiel kombiniert sind, bleiben meist alle dabei auf der Strecke. Kein einziges präsentiert sich ausgefeilt in seiner ganzen natürlichen Pracht. Ob Activision wenigstens mit dem Genre-Mega-Mix

True Crime: Streets of LA

Erfolg hat, lest ihr im folgenden Test.



November 2003 war die Geburtsstunde von True Crime: Streets of LA. PC-Spieler blieben vom lauten Ankömmling bisher verschont, denn das Actionspiel war zunächst nur für Konsolen erhältlich. Bis jetzt. In einer 1:1-Konvertierung kommt True Crime auch für PCs auf den Markt. Ungelogen, ungekürzt und leider auch völlig ungeschliffen bringt die seltsam verzögerte Frühgeburt viel zu wenig auf die Waage. Die Gelehrten prognostizieren eine kurze Lebenserwartung. Ist es vielleicht doch nur ein zum Sterben verurteilter Klon?

Cop zwischen Yin und Yang

Nick Kang kann alles. Ihr seid Nick. Schon mal gut, denn komplexe Computerspiele sind gefragt. Vorausgesetzt, die Komplexität gewährleistet genügend Spieltiefe in den dunklen Abgründen des angepeilten Genres. Also, Nick kann Auto fahren, schiessen und sich mit bösen Buben schlagen. Denn Nick ist ein Ex-Cop, der wirklich alles kann. Nur mit Frauen kann er nicht umgehen. Deshalb verschwindet seine ihm zugeteilte Partnerin schon zu Spielbeginn von seiner Seite. Nach seiner Suspendierung kommt Nick zurück auf die Strassen von Los Angeles. Für einen geheimen Auftrag. An dieser Stelle werft ihr im Spiel Anker, schlüpft in die Rolle von Nick und legt euch mit den Mafia-Gangs der Stadt an. Der eigentliche Plot des Spiels entfaltet sich erst im Verlauf des Spiels. Plötzlich kommen Geschichten über den verschwundenen Vater von Nick ans Tageslicht. Nicks Bruder wird unerwartet verschleppt und muss aus seiner Gefangenschaft befreit werden. Bis zum finalen Showdown in der Stadt der Engel, mit einem sehr merkwürdigen Ende.

Zwar spielt ihr die Rolle eines Gesetzeshüters, doch das heisst noch lange nicht, dass ihr ein guter Gesetzeshüter sein müsst. True Crime bietet die Möglichkeit, verschiedene Richtungen im Spiel einzuschlagen. Dementsprechend verändert sich auch leicht die Rahmenhandlung. In den acht Kapiteln kommen auch Cops weiter, die auf dem Weg zum Ziel unzählige Zivilisten auf dem Gewissen haben und damit als böse eingestuft werden. Je nach gewählter Rolle, freiwillig oder durch Missgeschicke unfreiwillig, bekommt ihr dann eine von drei möglichen Endsequenzen zu sehen.

B-Movie

Es soll ja Liebhaber von typischen Hollywood-Actionfilmen geben. Nichts gegen ein Lethal Weapon oder Stirb Langsam. Aber in der Kategorie B-Movie müht sich True Crime um die Gunst des aktiven Zuschauers ab. Die schlicht gehaltene Story dümpelt vor sich hin, in reichlich vielen Zwischensequenzen. Zugegeben, trotz einer eher einfachen Grafik, in diesem Genre doch relativ gut filmtechnisch umgesetzt und die typischen Klischees werden auch mal wieder abgedeckt. Fäkalsprache darf nicht fehlen, auch keine ultracoolen Sprüche vor dem nächsten Angriff auf die Bösewichte unterschiedlicher Art. Der Pep und die Energie sind da, von einer wirklich interessanten Story fehlt allerdings jede Spur. Dabei leisten zwar die Original-Stimmen von Schauspielern wie Christopher Walken oder Gary Oldman ganze Arbeit, doch das eher lieblos umgesetzte Spiel wird dem nicht gerecht.

True Crime - Streets of L.A.
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Admin am 08 Mrz 2005 @ 16:01
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