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Turok: Review

  Personal Computer 

Lange ist es her, dass Indianer-Söldner Turok dem PC die Ehre erwies. Fünf Jahre, um genau zu sein. Ausgestattet mit Unreal-Engine 3 und Kooperativmodus versucht die verspätete PC-Umsetzung des aktuellen Titels, einen Teil des Genrekuchens für sich zu beanspruchen. Mit Erfolg?

Die vergessene Welt

Eigentlich sollte es eine Routinemission werden: Turok tritt einer Spezialeinheit bei, die den skrupellosen Schurken Kane eliminieren soll. Dummerweise wird das Raumschiff kurz vor der Landung abgeschossen. Besatzung und Schiffsteile werden kilometerweit auf einem fremden Planeten verteilt, der von hungrigen Dinosauriern bevölkert ist. Die Urechsen sind mit ihrem Appetit aber nicht alleine, nimmt das Spiel doch nach der Installation fast 16 Gigabyte Festplattenspeicher in Anspruch. Aber das nur nebenbei.

Erwartet besser nicht zu viel von der Rahmenhandlung. Zumindest nichts, was weit aus dem Shooter-Genre herausragen würde. Es geht eigentlich die ganze Zeit nur darum, von dem Planeten zu verschwinden und, wenn sich die Gelegenheit bietet, nebenbei noch Kane zu erledigen. Der Weg zum Ziel ist streng linear und der einzig interessante Aspekt an der Story ist die Tatsache, dass Turok von Kamerad Slade für einen Verräter gehalten wird. Dementsprechend launische Dialoge führt das ungleiche Team, das zwangsweise in der gefährlichen Wildnis zusammenarbeiten muss.

Faule Team-KI

Dass Slade eigentlich ein kerniger Soldat ist, stellt er nur selten unter Beweis. Während ihr euch mit Veloceraptoren abmüht oder Kanes Schergen einheizt, gönnt sich Slade nicht selten eine Verschnaufpause und steht mitten auf dem Schlachtfeld tatenlos herum. Manchmal werdet ihr euch sowieso staunend umschauen und euch wundern, wo zum Teufel der Typ abgeblieben ist. Im nächsten Moment steht er dann aber urplötzlich wieder hinter euch. Typischer Fall von Sidekick-Teleportation. Ein Umstand, durch den das Spiel viel Glaubwürdigkeit einbüsst und der im Jahre 2008 für einen halbwegs soliden Ego-Shooter eigentlich nicht mehr tragbar ist. Man denke nur an Gordon Freemans Freundin Alyx, die dank exzellenter KI tapfer jede Level-Hürde meisterte.

Turok
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Daniel Boll

Turok


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Daniel Boll am 08 Jun 2008 @ 02:02
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