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Ultimate Spider-Man: Review

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Er zählte schon immer zu den wohl berühmtesten Superhelden: Spider-Man, der nach Batman und Superman vor gut drei Jahren ebenfalls erfolgreich den Sprung auf die Kinoleinwand geschafft hatte. Da durften die passenden Videospielumsetzungen natürlich nicht fehlen. Dabei war es vor allem die Versoftung des zweiten Teils, welche die Fans durch seine enorme Bewegungsfreiheit und die stark an den Film angelehnte Story zu begeistern wusste. Zumindest trifft das auf die PS2-, XBox- und Gamecube-Fassung des Spiels zu, während die PC-Version leider ziemlich enttäuschend ausgefallen war. Ob das beim indirekten Nachfolger Ultimate Spider-Man wiederum der Fall ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Anders als Spider-Man 2, basiert Ultimate Spider-Man nicht auf einem Film, sondern der berühmten Comicbuch-Serie, die vor rund fünf Jahren veröffentlicht wurde. Die erzählt quasi die Vorgeschichte der beiden Kinostreifen, bei der ihr in die Rolle des gerade mal fünfzehnjährigen Peter Parkers schlüpft. Eigentlich wollten er und sein Freund Eddi Brock Jr. ja nur an dem Krebs heilenden Anzug weiterarbeiten, den ihre verstorbenen Väter leider nie fertigstellen konnten. Dumm nur, dass Eddi diesen eines Tages an sich selbst ausprobiert und daraufhin zur mächtigen Bestie Venom mutiert, die ganz New York in Angst und Schrecken versetzt. Nur Spider-Man kann das Monster jetzt noch aufhalten.

Wie schon bei Spider-Man 2, dürft ihr euch auch in Ultimate Spider-Man auf ein völlig frei begehbares Manhattan freuen, welches gar noch um das benachbarte Queens erweitert wurde. Dieses wurde dem Original dieses Mal jedoch nicht 1:1 nachempfunden, was man vor allem an den diversen frei erfundenen Gebäuden erkennen kann. Das ist zwar schade, trübt den Spielspass allerdings keineswegs. Schliesslich gibt es auch hier wieder jede Menge Missionen zu erledigen, bei denen ihr beispielsweise eine bestimmte Person retten oder ein paar Bösewichter verprügeln müsst. Diese machen anfangs noch richtig Spass, werden mangels Abwechslung aber leider sehr schnell langweilig und stellen bald keine echte Herausforderung mehr dar. Nichtsdestotrotz müsst ihr, um weiterzukommen, jeweils eine gewisse Anzahl dieser simplen Aufträge erledigen, da nur so weitere Hauptmissionen freigeschaltet werden, mit denen dann die eigentliche Geschichte weitererzählt wird, was die ziemlich kurze Kampagne künstlich in die Länge zieht. Mehr als acht Stunden dürften dennoch nur die wenigsten Zocker zum einmaligen Durchspielen benötigen. Wer danach immer noch nicht genug hat, kann das Ganze selbstverständlich auch ein zweites Mal in Angriff nehmen, was sich allerdings nur wegen der herausfordernden Bosskämpfe wirklich lohnt, in denen ihr euch mit diversen bekannten Figuren wie Electro, Rhino oder Green Goblin messen müsst. Das sind jedoch bei weitem nicht die einzigen bekannten Gesichter, denen ihr in Ultimate Spider-Man begegnen werdet. So haben beispielsweise auch Wolverine und Johnny Storm von den Fantastischen Vier einen Gastauftritt. Neben diesen gibt es im virtuellen Manhattan jedoch auch noch andere Dinge zu entdecken. Wer die Augen offen hält, wird auch immer wieder versteckte Icons finden, mit denen sich Artworks und diverse andere Extras freischalten lassen.

Wer Spider-Man 2 gespielt hat, wird schnell merken, dass sich in Ultimate Spider-Man vor allem in Sachen Gameplay so einiges geändert hat. So wurde beispielsweise das Kampfsystem merklich vereinfacht, was bedeutet, dass es nun wesentlich weniger Kombos und andere stylische Moves gibt. Das kommt insbesondere Anfängern zugute, während die wilden Prügeleien für Profis schnell keine Herausforderung mehr darstellen dürften. Denn dadurch werden die Kämpfe nicht nur um einiges hektischer, sondern mit der Zeit auch ziemlich anspruchslos. Hinzu kommt, dass in Ultimate Spider-Man auch die Funktionen eures Netzes lang nicht mehr so umfangreich sind. Ihr könnt eure Feinde zwar immer noch einspinnen und ihnen mit diversen Netzangriffen so richtig einheizen, einen Netzschild oder Upgrades werdet ihr hingegen vergebens suchen. Zu guter Letzt haben die Entwickler auch noch das Schwingen überarbeitet, wobei man auch hier sagen muss, dass dies in Spider-Man 2 wesentlich leichter von der Hand ging. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass die Steuerung mit Maus und Tastatur extrem fummelig ist und des Öfteren für Frustanfälle sorgt.

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Tim Richter

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Tim Richter am 08 Nov 2005 @ 07:11
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