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Venetica: Review

  Personal Computer 

Deck 13 Interactive hat sich im Adventure-Genre mit Titeln wie Ankh und Jack Keane längst einen Namen gemacht. Venetica ist somit Neuland für die deutsche Spieleschmiede. Das Rollenspiel will vor allem mit einer hohen Entscheidungsfreiheit für den Spieler punkten und eine packende Geschichte erzählen. Ein gelungenes Erstlingswerk?

Deck 13 Interactive hat sich im Adventure-Genre mit Titeln wie Ankh und Jack Keane längst einen Namen gemacht. Venetica ist somit Neuland für die deutsche Spieleschmiede. Das Rollenspiel will vor allem mit einer hohen Entscheidungsfreiheit für den Spieler punkten und eine packende Geschichte erzählen. Ein gelungenes Erstlingswerk?

Ahh...Venedig!

Scarlett lebt als Adoptivkind in dem beschaulichen Bergdörfchen San Pasquale und verabschiedet sich gerade von ihrem Schwarm Benedict, einem Ordensritter, der auf eine gefährliche Mission muss. Plötzlich wird das Dorf von Assassinen überfallen. Scarlett kann einige Angreifer überwältigen, wird letztlich von Benedict vor dem sicheren Tod bewahrt, als er sich zwischen sie und ein Assassinenpfeilgeschoss wirft. Benedict stirbt und Scarlett verliert das Bewusstsein. Sie erwacht in einer Zwischenwelt und sieht einen langen Lulatsch in einem noch längeren Gewandt vor sich stehen, der sich als Gevatter Tod vorstellt.

Scarlett sei eigentlich seine Tochter und von ihr hänge nun das Schicksal der Menschheit ab, behauptet er. Ein fieser Untotenfürst hat offenbar einen Weg gefunden, den Tod zu überlisten, und will auf diese Weise die Weltherrschaft an sich reissen. Derselbe Kerl soll auch für den Überfall auf das Dorf verantwortlich sein und somit am Tod Benedicts Schuld haben. Grund genug für Scarlett, die Aufgabe anzunehmen und einen Rachefeldzug zu beginnen.

Die Moral von der Geschicht

Oder auch nicht, denn die genauen Beweggründe der brünetten Heldin dürft ihr künftig festlegen. Das Third-Person-Rollenspiel lässt euch in Multiple-Choice-Dialogen, aber auch Quests nämlich offenkundig viele Freiheiten. Eure Entscheidungen können sich mehr oder weniger stark auf die Spielwelt auswirken. Radiert ihr für einen Wachhauptmann die Banditenbande eines Venedig-Viertels aus, machen künftig korrupte Wachleute die Strassen unsicher. Verprügelt ihr einen zwielichtigen Ganoven in einer Seitengasse, verweigert er euch später nützliche Informationen zum Auffinden einer Person. Lasst ihr einen scheinbar friedlichen Assassinenkoch am Leben, gibt er euch zum Dank einen Schlüssel, mit dem ihr euch einen gefährlichen Umweg ersparen könnt. Solche Vor- und Nachteile machen sich oft erst im späteren Spielverlauf bemerkbar und erhöhen natürlich beträchtlich den Wiederspielwert.

Schade allerdings, dass ihr euch manchmal zwangsweise auf unliebsame Angebote einlassen müsst. Beispiel: Ihr sollt einen Überfall auf eine befreundete Gilde organisieren und könnt nur auf diese Weise in der Haupt-Quest fortfahren. Wer das nicht weiss, wird womöglich einige Zeit vergeblich mit der Suche nach Alternativwegen verbringen. Unnötig noch dazu, könnt ihr euch doch während des Überfalls noch final für eine Seite entscheiden. Apropos Gilden: Drei an der Zahl stehen zur Auswahl. Besonders toll ist das Gildensystem leider nicht umgesetzt worden. So gibt es zwar Zugriff auf Zusatz-Quests, doch bestehen diese zumindest bei der Schwertkampfgilde aus ätzend repetitiven Aufgaben. In jedem der drei bürgerlichen Viertel von Venedig gilt es hier, Rüstungsteile des verblichenen Gildenvaters zu finden, was ständig mit einer anspruchslosen Kampfsequenz verbunden ist.

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Daniel Boll

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Daniel Boll am 25 Sep 2009 @ 16:47
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