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WW II Tank Commander: Review

  Personal Computer 

Früher musste man noch selbst die Kunststoff-Panzer von Revell mühsam zusammenbauen, um sie dann zu Silvester endlich mit einem Knaller sprengen zu können. Spart euch die Bastelarbeiten: Als Tank Commander zerstört ihr ganze Wehrmachtsdivisionen am Bildschirm.

Günstige Spiele zu bewerten kann für uns Tester eine heikle Angelegenheit sein. Einerseits dürften die Ansprüche an ein Billigprodukt nicht allzu hoch sein, andererseits müssen dann doch die Massstäbe der Konkurrenz für einen Vergleich herhalten. Ein Phenomedia-Spiel könnte in Sachen Spielspass sogar ein Fable toppen - theoretisch. Aber da Spielspass ein sehr subjektives Empfinden ist, ergibt sich die abschliessende Wertung zumeist aus einer Kombination aller Kriterien, wie etwa auch der Technik. Als ich "WWII - Tank Commander" auf den Tisch bekam, erschreckte mich zunächst das Rondomedia-Logo. Wenn dann die typisch übertriebenen Eigenlobhudeleien auf der Verpackung in Kombination mit dem Verkaufspreis ins Blickfeld geraten, kann einem schon mal schlecht werden. In diesem Spiel geht's in den Zweiten Weltkrieg. Als ob wir den nicht schon oft genug durchgespielt hätten, kommt jetzt mehr Panzeraction oben drauf. Das ist keine Simulation, das ist reines Geballer aus allen Rohren. Bloss nicht die Zeit mit Nachdenken über Sim oder Un-Sim verschwenden.

Rohrkrepierer voraus

Ab an die Front. Genauer gesagt an die Fronten des Zweiten Weltkriegs irgendwo in Frankreich, Belgien, Deutschland und dazwischen. Kurze Missionsbriefings geben Einblicke in die Rahmenhandlung einer jeden Aufgabe. Im Jahr 1944 leisten deutsche Wehrmachtsdivisionen erheblichen Widerstand an allen Fronten. Die deutschen Panzer machen den Alliierten schwer zu schaffen. Aber zum Glück seid ihr da: Als Tank Commander. Ihr bestreitet alle Aufgaben mit nur einem Panzer. Leider gibt es nicht mehrere Modelle mit unterschiedlichen Feuerstärken oder sonstigen Abwechslungen. An eurer Seite fahren meist verbündete Kameraden mit, die euch entweder Feuerschutz geben oder ganz einfach als Kugelfänger vorausfahren. Am besten ihr bleibt meistens hinter den Kameraden, damit ihr nicht so viel abkriegt. Das klappt sogar sehr häufig.

Etwas störend wird's dann aber, wenn Verbündete stets direkt vor eurem Kanonenrohr umherirren. Die ungenaue Kollisionsabfrage eurer Geschosse sorgt oft genug dafür, dass ihr nicht den Gegner, sondern die eigenen Panzer trefft. Böse Sache. Die anderen verhalten sich aber auch so oft dämlich genug, treffen den Gegner kaum oder verhaken sich mit ihren Kettenfahrzeugen ineinander. Zu lustig, wenn mitten im Gefecht auf einer Hügelkuppe zwei Panzer zuckend aneinander geraten. Das ist der mangelhaften KI zu verdanken. Krieg kann also auch lustig aussehen, soso.

Ihr guckt immer leicht von oben herab auf das Geschehen, als sässet ihr oben im Geschützturm eures Panzers. Das ist der einzige Blickwinkel, den das Spiel bietet. Mittels Mausbewegung dreht ihr den Geschützturm und neigt das Rohr. Mit linker Maustaste feuert ihr Panzergeschosse ab, mit der rechten Salven aus eurem Bord-MG. Per Tastaturkommandos fahrt ihr den Panzer vor und zurück, oder wendet ihn. Wie für eine Panzersteuerung typisch, kann der Geschützturm separat von der Fahrtrichtung behandelt werden. So ist es möglich, vorwärts zu fahren, dabei aber nach links auf feindliche Stellungen zu feuern. Mehr Kenntnisse über die Steuerung sind in diesem Spiel gar nicht vonnöten.

WW II Tank Commander
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Thomas Richter

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Thomas Richter am 14 Okt 2005 @ 17:41
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