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War Front - Turning Point: Review

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Deutschland, Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Nazis haben Europa besetzt und konnten sogar die Kriegsbemühungen Grossbritanniens im Keim ersticken. Hitler beherrscht sein Reich von Berlin aus mit eiserner Faust. Auch London wurde mittlerweile von den Deutschen eingenommen, es scheint, als hätten die Nazis gewonnen. Richtig, es herrscht der Zweite Weltkrieg - schon wieder. Doch halt, was ist das? Historische Unstimmigkeiten im sonst so gut recherchierten Text von GBase? Mitnichten, liebe Leser, denn tatsächlich verläuft der Zweite Weltkrieg in 10tacles Echtzeitstrategie-Spiel War Front: Turning Point etwas anders als es tatsächlich der Fall war. London wird besetzt, Soldaten tragen Jetpacks und gepanzerte Exo-Skelette traben über das Schlachtfeld. Die Alliierten errichten Basen und bauen Rohstoffe ab, setzen Helden und Superwaffen ein. Ladies and Gentlemen, es ist Zeit für Krieg!

War das nicht irgendwie anders?

Erst IL-2 1946, jetzt War Front. Zum zweiten Mal in kurzer Folge bedient sich ein PC-Spiel des Mittels der künstlerischen Freiheit, um dem ach so drögen Szenario neue Impulse zu verleihen. In War Front sieht das so aus, dass die Nazis Englands Hauptstadt in Beschlag halten, während sich hinter den feindlichen Linien ein gewaltiger innerdeutscher Widerstand erhebt. Und auch die Russen haben ihre kalten Griffel im Spiel, was der US-Colonel Lynch, Hauptfigur der alliierten Kampagne, bemerkt, als er den Angriff einer rothaarigen russischen Agentin nur knapp überlebt. Mit Lynch erlebt der Spieler eine Hälfte des Storymodus von War Front, der insgesamt nicht ganz zwei Dutzend Missionen umfasst. Dabei könnt ihr zu Spielbeginn entscheiden, ob ihr für die alliierten Grossmächte oder die deutschen Widerstandskämpfer ins Rennen geht. Richtig, auch auf Seiten der Deutschen spielt ihr in War Front die Guten, gejagt wird der gemeinsame Feind Hitler - na, wenigstens den gibt es im Spiel noch. Die jeweils elf Missionen umfassenden Kampagnen verzahnen sich nach einiger Zeit miteinander, so dass Colonel Lynch und Widerstandskämpfer Roland Hellmann, Held der deutschen Kampagne, früher oder später gemeinsam gegen die Nazis und die geheimnisvollen russischen Mächte antreten.

Die Entwickler haben sich die Mühe gemacht und alle Heldencharaktere, NPCs mitgezählt insgesamt neun an der Zahl, sehr detailliert gezeichnet und mit einer umfassenden Lebensgeschichte ausgestattet. Jede Figur hat ihren eigenen individuellen Charakter und ihre ganz persönlichen Eigenheiten, was besonders in den vorgerenderten Cutscenes und der ordentlichen deutschen Sprachausgabe zur Geltung kommt. So wird Hellmann nicht ohne Weiteres als deutscher Widerstandskämpfer hingestellt, sondern diese Entwicklung lässt sich klar aus seiner Vergangenheit herauslesen.

Grüsst mir die Generäle!

Spielerisch erwartet euch mit War Front zweifellos kein Meilenstein. Innovationen sucht man vergebens, nahezu alle Gameplay-Elemente hat man irgendwo anders so schon einmal gesehen. Jedoch - und das muss man den Entwicklern absolut zu Gute halten - setzt War Front all diese bewährten Bestandteile äusserst gekonnt und grundsolide zu einem überraschend kurzweiligen Strategiespiel zusammen. Die Einheiten, vom Baufahrzeug über den Ressourcensammler bis hin zum Truppenhelikopter und dem eine Bombe abwerfenden Transportflugzeug, erinnern allesamt ein wenig an Command & Conquer: Generäle. Generell spielt sich War Front sehr wie Electronic Arts? einstiges Vorzeige-Strategical.

War Front - Turning Point
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Tobias Kuehnlein

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Tobias Kuehnlein am 13 Feb 2007 @ 10:16
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