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War on Terror: Review

  Personal Computer 

Wir befinden uns im Jahre 2008, der globale Terror erreicht ungeahnte Ausmasse, von denen der geneigte Spieletester anno 2006 bestenfalls in seinen Albträumen heimgesucht wird. Alles rein fiktiv, versteht sich. Konkret handelt es sich um das Echtzeit-Startegiespiel War on Terror aus dem Hause Digital Reality. Das ungarische Entwicklerstudio hat schon in der Vergangenheit mit Titeln wie D-Day und Afrika Korps vs. Desert Rats bewiesen, dass solide Echtzeitstrategie nicht immer unter dem EA-Logo publiziert werden muss. Mit War on Terror stossen die Entwickler nun erstmals in die Gegenwart beziehungsweise die nahe Zukunft vor. Ob der Szenariowechsel glückt? Nun, er ist zumindest reichlich konfus.


Befreien wir The Rock! Den Wrestler? Nein, den Film!

Nach einem kleinen, aber feinen Intro-Video, das beinahe mehr Fragen aufwirft als es beantwortet, finden wir uns im Hauptmenü wieder und entscheiden uns für die Kampagne der WOFOR, also der fiktiven amerikanischen Welt-Polizei. Entscheiden? Ach ja, da war was. Ganz ähnlich wie in Command & Conquer: Generäle darf sich der Spieler zu Beginn für eine von drei Parteien und damit eine von drei Kampagnen entscheiden. Man spielt also entweder die bereits erwähnte WOFOR, die chinesische Befreiungsarmee oder die Terroristengruppierung Der Orden - nun, eben fast wie in C&C Generäle.

Wer mit den guten Jungs der WOFOR beginnt, freut sich sogleich über ein Tutorial, das die grundlegende Spielmechanik gut erklärt und uns ganz nebenbei zu Befreiern der Gefängnisinsel Alcatraz macht. Die wurde nämlich von Terroristen besetzt, unschuldige Besucher wurden als Geiseln genommen - auch das gab es doch irgendwo schon einmal, oder?

Hochglanz-Krieg

Das Tutorial ist, wie die übrigen Missionen des Spiels auch, recht dynamisch aufgebaut. Zumindest wirkt es so. Während des Einsatzes ändern sich Missionsziele oder neue kommen dazu, was aber nicht selten einfach nur als Tarnung dafür dient, dass man mit seiner kleinen Armee die gesamte Karte abgrast und alles ummäht, was zwei Beine hat und arabisch spricht. Doch bereits auf der vernebelten, verregneten und architektonisch recht unspektakulären Gefängnisinsel wird deutlich, dass War on Terror auf der Technik-Seite absolut überzeugt. Die frei dreh- und zoombare 3D-Grafik ist herrlich detailliert und zeigt viel Gespür für optische Feinheiten, was sich aber noch besser beobachten liesse, wenn die Kamera nicht teilweise so arg störrisch wäre. Auch ein etwas grösserer Zoomradius wäre schön gewesen, was im späteren Spielverlauf besonders bei grösseren Einheiten-Ansammlungen oder Flugeinheiten für akut mangelnde Übersicht sorgt. Dafür entschädigen aber satte Explosionen und grelle Feuerbälle, schöne Echtzeitschatten und spektakuläre Partikeleffekte. Da sich die eindrucksvoll inszenierten Schlachten stellenweise sogar an recht bekannten Schauplätzen abspielen - im späteren Spielverlauf geht es unter anderem noch nach Paris und Berlin - sorgt die effektvolle Grafik für extravagante und gleichzeitig beängstigend real wirkende Szenarien.

Auch die Ohren bekommen eine schöne Geräuschkulisse serviert. Selbst wenn die Musik nicht immer passend wirkt, stimmt die Atmosphäre dank solider Sprachausgabe und gelungenen Soundeffekten. Lediglich die Mehrsprachigkeit der Einheiten wirkt stellenweise recht komisch. Wenn WOFOR-Held Commander Carrington das nächste Missionsziel in perfektem Deutsch erläutert und den nächsten Schussbefehl urplötzlich auf Englisch bestätigt, fühlt man sich geringfügig verwirrt.

War on Terror
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Tobias Kuehnlein

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Tobias Kuehnlein am 01 Mai 2006 @ 20:59
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