GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Wildlife Park 2: Review

  Personal Computer 

Wildlife Park 2 will Tierliebhaber und Zoo-Fans wieder langfristig an den Monitor holen und verspricht ein unvergleichliches Natur- und Spielerlebnis. Der Vorgänger und das Add-on Wild Creatures konnten uns nicht komplett begeistern. Der zweite Teil wartet mit einigen Neuheiten und Verbesserungen auf. Lohnt sich diesmal der virtuelle Parkbesuch für Kinder und Erwachsene oder ist die Simulation nur etwas für beinharte Manager mit Workaholic-Veranlagung?

Die grösste Änderung fällt rasch im Spielgeschehen auf. Die Grafik des Spiels wurde komplett überarbeitet. In halbwegs zeitgemässer 3D-Optik begrüssen euch die Tiere nun in ihren Umgebungen, die veraltete 2D-Ansicht des Vorgängers wurde somit nicht als aussterbende Ansicht geschützt. Landschaften und Pflanzen sehen deutlich realistischer aus als im Vorgänger und auch die Tiere sorgen mit einigen Animationen dafür, dass ihr ihnen gern beim Herumtollen in den Gehegen zuseht. Unschön lediglich die zahlreichen Clipping-Fehler des Spiels. Es sieht schon reichlich dämlich aus, wenn der Tierarzt den Panther durch einen Zaun hindurch pflegt, weil das Vieh seinen Kopf durch den Gitterzaun stecken kann. Immer wieder fallen diese kleinen grafischen Fehler negativ ins Auge, egal aus welcher Perspektive ihr das Geschehen betrachtet. Gab es im ersten Teil nur den Wechsel zwischen Regen und Sonnenschein, wechselt die Wetterlage nun und selbst windige Stürmchen ziehen über euren Park hinweg, bei dem die Tiere rasch einen Unterstand aufsuchen, so sie denn einen haben. Als gut gelungen darf die Simulation des Wassers bezeichnet werden, denn je nach Landschaftsformung verhält sich das flüssige Element entsprechend und so könnt ihr sogar für nett anzuschauende Wasserfälle sorgen.

Die Steuerung wurde gut gelöst und entspricht dem Genrestandard. Zoom- und Drehfunktionen für die Perspektive sorgen für Übersicht. Zäune, Objekte und Gebäude können einfach und punktgenau platziert werden. Lediglich das Drehen der Gebäude, wie der Verkaufsstände oder der Toilettenhäuschen, hätte komfortabler ausfallen können. Weiterhin ist der Arbeitsbereich der Pfleger, Tiertrainer und der restlichen Arbeiter sehr klein, so dass ihr mehrere der sehr gross geratenen Gebäude in euren Park stellen müsst.

Was schaust du so trübe ohne Mohrrübe?

Immerhin kümmern sich die Angestellten ordentlich um eure Tiere. Futterstellen werden automatisch aufgefüllt, das Training sieht komisch aus, funktioniert aber reibungslos, und bei Krankheiten werden die Viecher ebenso vom Arzt versorgt. Und doch habt ihr ständig etwas zu tun, da die Bedürfnisse der Tiere, Besucher, Angestellten und selbst der Pflanzen gross sind. Glücklicherweise melden sie sich nicht akustisch bei euch, sonst wäre die Arbeit im Park auch nicht zu ertragen. Kleine farbliche Anzeigen in Smilie-Form verraten euch die grundsätzliche Zufriedenheit, während ein Klick auf das betreffende Tier euch weitere Details offenbart. Da sind dann sämtliche aktuellen Bedürfnisse zu lesen, zumeist nach Dringlichkeit sortiert.

Ein Bär warnt euch beispielsweise, dass er kurz vor dem Verhungern steht. Rasch Futter in sein Gehege geschmissen und schon bedankt er sich mit vier weiteren Wünschen. Er möchte Fisch, Geäst, um sich daran zu kratzen, einen weicheren Boden, und eine Gefährtin wäre ihm auch noch recht. Diese Bedürfnisse zu befriedigen ist letztlich das grundsätzliche Spielziel eines Aufbautitels. Doch Wildlife Park 2 übertreibt es stellenweise extrem. Da leuchten zwanzig bis dreissig Smilies auf einmal im Park auf und die Entscheidung, was ihr zuerst erledigt, ist oft nicht gerade einfach. Für Kinder ist der Schwierigkeitsgrad viel zu hoch angesetzt, sie werden mit grösseren Anlagen deutlich überfordert. Simulationsfans, die sonst auch gerne Rummelplätze oder Städte erschaffen, reiben sich angesichts der vielen Aufgaben die Hände.

Wildlife Park 2
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Markus Grunow

Wildlife-Park-2


Wildlife-Park-2


Wildlife-Park-2


Wildlife-Park-2


Markus Grunow am 13 Mai 2006 @ 12:48
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen