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Will of Steel: Review

  Personal Computer 

Ein Echtzeitstrategiespiel, das sich über Sprachbefehle steuern lässt. Klingt nach Innovation. Tatsächlich funktioniert das sogar in Will of Steel. Aber ob der Rest des Spiels auch so gut funktioniert steht auf einem anderen Blatt.

Will of Steel befördert euch auf die Schlachtfelder Afghanistans und des Iraks. Natürlich schlüpft ihr dabei in die Rolle eines echten U.S.-Marines, denn die sind ja schliesslich die coolsten. Pathos, Patriotismus und Action werden dort gross geschrieben. Nur wer den stählernen Willen hat, sich das hässliche der Verpackung beiliegende Miniheadset über sein Ohr zu stülpen, hat auch das Zeug zum echten Kommandeur über seine Einheiten. Denn Will of Steel führt erstmalig in diesem Bereich die Möglichkeit der Sprachsteuerung ein. Eine Überraschung also, denn viel war im Vorfeld über das Spiel nicht zu lesen.

Chattet eure Gegner tot

16 Missionen im Irak und Afghanistan sind also zu bewältigen. Die schöne Nachricht vorweg: Auf ausgedehnten Ressourcenabbau und den Gebäudebau könnt ihr verzichten. Euch untersteht ein Kommando aus Fusssoldaten, wie Scharfschützen, Infanteristen oder auch Sanitätern, und einigen Hubschraubern und auch gepanzerten Fahrzeugen. Die feuern mal mit dicken Geschossen aus allen Rohren, mal mit kleineren Geschossen, oder heizen als Reparaturfahrzeug oder Truppentransporter über Stock, Stein und Taliban. Formationen sind dabei ebenso möglich, wie gezieltes Makromanagement einzelner Einheiten. Wählt ihr beispielsweise einen Marine an, könnt ihr über ein Untermenü eine Granate aktivieren und diese werfen. Auch ein kleines Rangsystem wurde implementiert, so dass Kommandeure und Soldaten höhere Ränge und auch Medaillen erhalten können. Zusätzlich sind je nach Mission optionale Verstärkungen über Funk anzufordern, wie etwa den Luftangriff oder eine Radaraufklärung über feindliche Gebiete. Einfach das entsprechende Icon anklicken, oder auch "Airstrike" ins Mikro sprechen, gefolgt von einem Druck auf die Leertaste, um den Befehl zu bestätigen, und schon hagelt es Bomben über dem feindlichen Gebiet. Scheiss auf Zivilisten, denn die laufen schliesslich auch in den bevölkerten Wohngebieten rum. In Will of Steel werden menschliche Figuren verheizt, als hätte das Spiel überhaupt keinen Bezug zur Realität. Hauptsache es dröhnen weiterhin so dümmlich lockere Sprüche wie "Ich kann auch schiessen!" durch die Lautsprecher. Dabei sind Sound und Sprachausgabe eigentlich ganz gut gelungen.

Im Gegensatz zu den Onscreen-Texten, die sind zum Teil nicht mal ins Deutsche oder Englische übersetzt worden. Statt dessen haben wir es mit polnisch oder russisch zu tun - wie auch immer, kann eh kaum jemand lesen. Einige der deutschen Begriffe sprengen Schaltflächen in Menüs oder verschwinden unter anderen grafischen Objekten. Fast schon so krass wie Krieg.

Will of Steel
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Thomas Richter

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Thomas Richter am 23 Nov 2005 @ 21:19
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