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Windchaser: Review

  Personal Computer 

Von der Abschlussarbeit an der Hochschule in die Verkaufsregale: Windchaser zeigt, was auch heute noch in Deutschland möglich ist. Wir haben dem couragierten Erstlingswerk des jungen Entwicklerteams Chimera Entertainment bereits in unserer Vorschau einiges Spielspasspotential bescheinigt. Jetzt haben wir uns durch das fertige Spiel gekämpft und verraten euch, wie sich der Genremix aus Echtzeitstrategie und Rollenspiel schlägt.

Ohne viel Federlesens wirft euch das Spiel gleich nach dem Start der ersten von zwei Kampagnen ins Geschehen. Während des Ladevorgangs hat noch eine merkwürdig und wissend klingende Stimme bislang Unverständliches erzählt, danach findet ihr den Bauernsohn Ioan als eure erste Einheit auf dem Schirm. Er nähert sich einer grösseren Stadt, wo er sich einer Gilde anschliessen will, weil er meint, zu mehr als einem einfachen Landleben berufen zu sein. Auf dem Weg dorthin trifft er auf Shara und Caine - erstere eine hübsche, junge Frau, letzterer ein kampferprobter, älterer Mann -, die beide gerade in einem Kampf mit einem wolfsartigen Wesen verwickelt sind. Nachdem ihr helfend eingegriffen habt, erfahrt ihr, dass Caine sogar Anführer einer Gilde ist. Wie praktisch, da habt ihr ja gleich euer erstes Ziel erreicht!

Bauern? Gilden? Wölfe? Klingt doch alles sehr nach Mittelalter. Und so falsch scheint die Vermutung zunächst auch nicht. Eine mächtige, aber in Traditionalisten und Reformisten gespaltene Kirche bestimmt das Glaubensleben der Bevölkerung, die sich auf einem durchaus mittelalterlichen Niveau befindet. Da werden Felder bestellt, es gibt kleine Siedlungen, in denen Handel getrieben wird, Kämpfe werden mit Schwert und Bogen ausgetragen und die mächtigen Gilden reisen von Ort zu Ort, tauschen Waren und erledigen besondere Aufgaben. Man könnte es durchaus für eine altertümliche Erdwelt halten - wenn es da nicht diese fliegenden Schiffe gäbe.

Denn wir befinden uns tatsächlich nicht in einer Welt der Vergangenheit, sondern eher in einer der Zukunft. Die hoch entwickelte Zivilisation von einst besteht nur noch aus sagenumwobenen Geschichten und mysteriösen Artefakten, seit dem grossen Krieg, der mit einem fast alles vernichtenden Weltenbrand geendet hat. Das Ergebnis: Global herrscht Frieden, aber um welchen Preis? Die technische Entwicklung wurde um Jahrhunderte zurückgeworfen, die Welt ist zu grossen Teilen zu einer unfruchtbaren Wüste verkommen, die Ozeane sind verschwunden. Da ist es dann auch nicht verwunderlich, auf fliegende Schiffe zu treffen. Diese Bezeichnung ist dabei wörtlich zu nehmen, denn es handelt sich tatsächlich äusserlich um hölzerne Segelschiffe, die allerdings dank technischer Gerätschaften ein paar Meter über dem festen Boden schweben und vom Wind über die Landschaft getragen werden. Ein solches Schiff befindet sich auch im Besitz von Caines Gilde, es trägt den Titel gebenden Namen Windchaser.

Zu Beginn erledigt ihr im Dienste der Gilde noch einfache Aufgaben für die Landbevölkerung. Als aber schon bald der Konflikt zwischen den beiden religiösen Strömungen der Kirche zu eskalieren beginnt und sich ein Bürgerkrieg anbahnt, werden auch Ioan und seine Freunde in die Geschehnisse hineingezogen und in eine alte Geschichte verstrickt, die der Welt wieder den Frieden bringen könnte - oder die Vernichtung.

Windchaser
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Jan Gieseler

Windchaser


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Jan Gieseler am 02 Jun 2008 @ 21:09
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