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World of Goo: Review

  Personal Computer 

Ein Überraschungserfolg des hinter uns liegenden Jahres 2008 war sicherlich 2DBoys Knobelspiel World of Goo. Obwohl das physikalische Spiel mit den Teertropfen bislang nur als Download direkt bei den Entwicklern erhältlich war, erfreut sich der unkonventionelle Titel seit geraumer Zeit grösster Beliebtheit. Nicht umsonst war das Spiel für Kollege Gieseler auch eine Erwähnung im GBase-Weihnachtsspecial wert. Jetzt steht World of Goo dank Publisher RTL Games in Deutschland auch in handfester Form in den Läden. Grund genug für uns, das ungewöhnliche Machwerk endlich ausführlich zu beäugen.

Ja gook mal da!

Erinnert sich noch jemand an Bridge Builder? Das grafisch absolut unterirdische, aber spielerisch innovative Knobelspielchen stellte den Spieler einst vor die Aufgabe, aus vorgegebenen Teilen eine stabile Brücke zu bauen, die der Überfahrt eines Zuges standhält. Clou an der Geschichte: eine komplexe Physik-Engine berechnete exakt die Einflüsse von Schwerkraft und Belastung auf die einzelnen Bauteile und liess den Spieler dabei zusehen, wie sich das Bauwerk entweder gefährlich stark verbog, aber hielt oder eben in sich zusammenkrachte. World of Goo bedient sich eines ähnlichen Grundgedanken, führt das Konzept aber spielerisch gesehen etwas weiter.

Das namensgebende Goo bezeichnet eine fiktive Flüssigkeit, die in ihrer Farbe und Beschaffenheit am ehesten an dickflüssiges Öl oder Teer erinnert. Die Tatsache, dass die Goo-Tropfen Augen besitzen, erinnert uns wiederum an den PSP-Exklusivtitel LocoRoco - aber das soll uns an dieser Stelle nicht weiter beschäftigen. Mit der Maus könnt ihr die einzelnen Goo-Tropfen anklicken und platzieren. Durch ihre klebrige und latent elastische Beschaffenheit ziehen die Goo-Tropfen klebrige Fäden und lassen sich so zu einfachen Konstrukten aneinanderreihen. Das Ziel eines jeden Levels ist es, mit dem Goo-Konstrukt ein Abflussrohr zu erreichen, in das dann alle nicht verbauten Goo-Tropfen eingesogen werden. Je nach Level müsst ihr eine bestimmte Anzahl an Goo-Tropfen ins Rohr bringen, um die Herausforderung zu meistern. Es reicht also nicht, das Rohr zu erreichen, ihr müsst auch noch genügend Goo übrig haben, um zu gewinnen.

Goot Ding will Weile haben

Wie schon das eingangs genannte Vorbild Bridge Builder bedient sich auch World of Goo einer ordentlichen Physik-Engine, um alle äusseren Einflüsse so realistisch wie möglich auf eure Goo-Türme, -Pyramiden und -Brücken wirken zu lassen. Schwankt ein hoher Goo-Turm zu sehr, reissen einige der Verbindungen und das Bauwerk knickt weg. Stellenweise ist aber auch eben jene Physik-Engine für viele Aufgaben der Schlüssel zum Sieg. Bereits relativ früh im Spiel müsst ihr eine Konstruktion in die Höhe bauen, indem ihr sie zwischen zwei Wände verkeilt. Die auftretende Spannung und Reibung sorgt dafür, dass das über dem Boden schwebende Türmchen nicht abrutscht. Auf diesem Weg könnt ihr nach und nach vom unteren Ende des Turms Goo-Tropfen entfernen, die dann den Weg ins Abflussrohr finden, ohne dass die Konstruktion weiter abrutscht - zumindest, wenn ihr sauber gebaut habt.

World of Goo
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Tobias Kuehnlein

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Tobias Kuehnlein am 08 Jan 2009 @ 19:37
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