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World of Qin - Siegel der Verdammnis: Review

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Gemütliches Diablo in asiatischer Atmosphäre gefällig? Dann herzlich willkommen zu World of Qin! Nachdem wir uns vor geraumer Zeit anhand der Preview-Version einen Eindruck von der englischen Originalversion mit chinesisch gesprochenen Texten machen konnten, gingen wir nun mit der lokalisierten Review-Version erneut auf Reisen.


Chinesische Mythologie ist für Action-RPG-Freunde nicht gerade gewöhnlich. World of Qin ist in der originalen Version bereits vor über einem Jahr erschienen. Publisher bhv hatte ein Einsehen mit den deutschen Fans und veröffentlicht nun die lokalisierte Fassung. Und eine angenehme Überraschung ist dies, denn sämtliche gesprochenen Texte und auch die schriftlichen Dialoge wissen zu überzeugen und weisen keine Fehler auf. Der Atmosphäre ist dies sehr zuträglich, denn aus dem chinesischen Kauderwelsch in der Originalversion wurde kaum jemand hierzulande schlau. Wer weiss denn, ob die Charaktere nicht eine chinesische Menükarte abgelesen haben? So brauchen wir die Texte nicht mehr zwingend lesen, um die Geschichte zu verfolgen, sondern können zumeist den sehr guten Sprechern gemütlich zuhören, eine Wohltat.

Apropos gemütlich! Das Spiel sieht zwar optisch dem ersten Diablo-Spiel zum Verwechseln ähnlich, ist aber keine hektische Mausklick-Orgie wie der Urvater der Action-Rollenspiele, sondern spielt sich eher wie der erste Teil der Dungeon Siege-Reihe. Gegner werden automatisch angegriffen, wenn sie euch attackieren. Immerhin pausiert das Spiel auf Wunsch bei ernsthaften Verletzungen und lässt euch Zaubersprüche, Heiltränke oder Fertigkeiten dann in aller Ruhe auswählen. Ihr wechselt zwischen maximal drei Charakteren auf Tastendruck hin und her, und stellt ihre Kampfaktionen dann individuell ein. Während der Kämpfe könnt ihr nicht speichern, dabei wäre dies eine willkommene Hilfe, denn gelegentlich zieht der Schwierigkeitsgrad drastisch an. So seid ihr einige Minuten nach dem Start eures Abenteuers aufgeschmissen, wenn ihr eure Gruppe nicht bereits hochleveln konntet, da euch die ersten Bossmonster kräftig einheizen. Also rasch in den nächsten Wald, um noch ein wenig Erfahrung zu sammeln. Das kennen wir ja schliesslich auch vom Genreprimus und World of Qin macht hier keine Ausnahme und verlängert so immer wieder mal die Spielzeit durch starke Zwischengegner.

Als Hauptcharakter steht euch die Hexe Lan Wei zur Verfügung. Deren Vater ist gestorben, ihre Heimat wird von Feinden belagert und auch sonst hat das arme Mädel eine Menge Probleme. Die Suche nach fünf imperialen Steinen soll ihre Welt wieder ins Lot bringen. Tiermensch Liang Hu und der Zauberer Yan Hong reisen mit euch durch die Lande. Nach wenigen Minuten dann der erste Grafikschock. Habt ihr euch allmählich an die veraltete Technik gewöhnt und freut euch über die gelungene Spielmechanik und die ersten interessanten Dialoge, geht es plötzlich hinein in eine eher farblose Welt. Lan Wei erlebt eine Rückblende, in der sie ihren Vater spielt. Langsam wird die Geschichte verwirrend, wer jetzt nicht am Ball bleibt, wird jedoch eine tolle Hintergrundgeschichte verpassen, welche dem ansonsten eher biederen Rollenspiel einen goldenen Anstrich verpasst!

World of Qin - Siegel der Verdammnis
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 16 Mrz 2006 @ 17:36
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