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X-Blades: Review

  Personal Computer 

Herrlich! Ein blondes junges Ding wackelt lasziv mit dem Hintern, schüttelt ihre Mähne und hält zwei Schwerter lässig in der Hand. Nein, wir befinden uns nicht auf der Games Convention vor einem Messebabe, sondern schauen uns nur das Einstiegsvideo zu X-Blades an. Ah, das wird ein schönes Erlebnis mit der spärlich bekleideten Ayumi. Oder fallen wir hier soeben auf den Sex-sells-Faktor rein?

Nein, sicher nicht. Aus dem Alter sind wir doch nun wirklich raus. Ausserdem ist der Tester verheiratet und darf nur Lara Croft gelegentlich schöne Augen machen. Aber die Blondine mit den strahlend blauen Augen und dem schicken Bauchtattoo kann es einem schon schwermachen, sie nicht anzuschauen. Da haben die Figurdesigner einen guten Job hingelegt, wenngleich die plumpen roten Stiefel nicht zum restlichen extremen sexy Outfit passen wollen. Und überhaupt, gebt der Kleinen doch mal direkt was Vernünftiges zum Anziehen! Die holt sich doch noch eine Erkältung ab!

So, genug geschwafelt. Leider sind wir ja nur zum Spielspassmessen hier und nicht aus Spass an der Freude. Doch wie schafft man es, eine persönliche Enttäuschung möglichst neutral wiederzugeben? Ach, heute ist uns das mal herzlich egal und wir sagen es frei heraus: Dieses Spiel ist trotz des früheren Erscheinungsdatums ein Kandidat für die Enttäuschung des Jahres. Dabei ist am Produkt von ZUXXEZ Entertainment wahrlich nicht alles schlecht geraten.

Fangen wir mal mit den positiven Seiten von X-Blades an. Wer auch immer für die Grafik verantwortlich zeichnet, darf sich nun entspannt zurücklehnen. Das Grafikteam hat - soweit es das Leveldesign zuliess - einen guten Job geleistet. Ayumi selbst sieht schnieke aus und wurde toll animiert in Szene gesetzt. Herrlich, wie ihre lange Mähne sich in Kämpfen und beim Laufen bewegt, alleine dafür lohnt sich der Blick auf die Heldin bereits. Die Monster können da allerdings nicht mithalten, hier fehlt es an Detailreichtum und oft auch an besserer Farbgebung.

Aber gut, die ständig attackierenden Viecher sollen eh blutend am Boden liegen, wobei, das geht ja auch wieder nicht, denn sie verschwinden direkt nach ihrem Ableben vor unseren Augen. Da hat man nicht einmal eine kurzfristige Freude am Metzelerlebnis, denn die mangelnde Befriedigung, auf einem blutdurchtränkten Schlachtfeld mit der sexy Heldin zu stehen, während sie cool das Blut von den Schwertern wischt, wäre schöner gewesen als die Leere, die uns die Umgebungen nach erfolgreichen Kämpfen präsentiert.

Die Gestaltung von Architektur und Natur sowie der optischen Effekte beim Zaubern oder bei Lichteinfall ist den Grafikern auch gelungen, hier kann man allenfalls die oft zu öden Bodentexuren bemängeln, aber das ist oft auch nebensächlich beim Spielen. Jedoch haben wir das Leveldesign oben schon kurz angesprochen. Und hier muss man dem Spiel klar vorhalten, dass selbst das veraltete Serious Sam schon mehr zu bieten hatte. Ihr kämpft und springt euch von Umgebung zu Umgebung, oder sagen wir es drastischer, es kommt einem vor, als würde man von Raum zu Raum voranschreiten, selbst wenn die Kämpfe häufig auch unter freiem Himmel stattfinden. Der Ein- und Ausgang der Levels wird so lange mit einer blutroten Wolke versperrt, bis ihr eine bestimmte Anzahl ständig aus dem Nichts erscheinender Gegner plattmachen konntet. Story? Ja, da gibt es einen Fluch, den man loswerden will. Völlig uninteressant und für das Spielen auch belanglos.

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Markus Grunow


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Markus Grunow am 16 Feb 2009 @ 10:20
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