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X-Men - The Official Game: Review

  Personal Computer 

X-Men: Der letzte Widerstand, der dritte Film zur Comic-Reihe, läuft weltweit erfolgreich in den Kinos. Das offizielle Action-Spiel dazu kommt von Activision und soll auch als Appetizer für die Filmhandlung dienen. Eine weitere Movie-Versoftung, die im Mittelmass versinkt?

Story nur für Fans?

Die Ereignisse in X-Men: The Official Game sind kurz vor der Filmhandlung angesiedelt. Bösewicht Colonel Stryker stiehlt zwei wichtige Komponenten des Supercomputers Cerebro, der in der Lage ist, Mutanten auf der ganzen Welt aufzuspüren. Stryker baut eine eigene Variante der Maschine nach, die weniger leistungsfähig, aber funktionstüchtig ist. Die X-Men werden nun entsandt, um obige Komponenten zurückzuholen.

Die Handlung wird zwischen den insgesamt achtundzwanzig Missionen von comichaften und mit den englischen Originalstimmen vertonten Standbild-Sequenzen fortgeführt, die allerdings eher für Fans und Kenner der Comic-Reihe gedacht sind. Wer überhaupt kein Vorwissen in Sachen X-Men-Universum hat, kann oftmals nur erahnen, um was genau es eigentlich gerade geht und wieso man etwas gerade machen muss. Letztendlich lässt man die Story lieber links liegen und arbeitet stumpf ein Level nach dem anderen ab.

Das dynamische Trio

Ihr werdet im Spielverlauf Iceman, Nightcrawler und Wolverine optimalerweise via Gamepad aus einer Third-Person-Perspektive steuern. Allerdings nicht innerhalb eines Levels, denn jeder Held verfügt über seine eigenen Missionen, die wiederum eigene Mini-Handlungsstränge beinhalten. Natürlich müsst ihr von den jeweiligen Superkräften Gebrauch machen. So zerfetzt ihr eure Widersacher im Nahkampf mit den mächtigen Krallen von Wolverine, surft auf Icemans Eisbahnen durch die Lüfte und löscht Brände, und teleportiert euch als Nightcrawler durch die Gegend und überrascht eure Feinde mit hinterhältigen Teleportattacken. Letzteres ist anfangs gewöhnungsbedürftig, macht später jedoch einen Heidenspass.

Zu den Gegnern gehören normale Fusstrupps mit Elektroschock-Stäben und Schusswaffen, diverse grössere Bossgegner und natürlich auch bekannte Superschurken wie Pyro und Sabretooth. Egal, welche genauen Ziele ihr verfolgt, Gefechte stehen ausdrücklich im Vordergrund. Vor allem als Wolverine werdet ihr trotz drei wählbarer Schwierigkeitsgrade des Öfteren vor Frust in die Tastatur beissen, wenn ihr mal wieder von zwei oder drei Gegnern eingekesselt und mit drei oder vier schnellen Elektrohieben getötet worden seid. Dann heisst es im schlimmsten Fall, das Level wieder von vorne zu beginnen, denn manuelles Speichern ist nicht möglich. Bestenfalls fangt ihr zwei oder drei Stationen vorher an, nur um später an derselben Todesstelle wieder zu krepieren.

Frustfaktor drei

Da bringt auch Wolverines lobenswerte Regenerationsfähigkeit nichts, denn die kann nur dann erfolgreich angewendet werden, wenn keine störenden Gegner in Sichtweite sind. Letztere stürmen meist in kleinen Gruppen durch alle möglichen Eingänge in einen Raum hinein - und in dieser Hinsicht haben es die Entwickler ziemlich übertrieben. Anstatt es pro Raum mit zwei oder drei Gruppenschwärmen hintereinander zu tun zu bekommen, müsst ihr hier deutlich mehr Zeit mit Gefechten verbringen. Und irgendwann fleht man geradezu darum, das Areal endlich verlassen zu können, wozu auch die etwas beschränkte Auswahl an ausführbaren Attacken beiträgt. Nach einiger Zeit ist es eben nicht mehr besonders motivierend, die Feinde mit den immer gleichen Schlag- und Trittkombos zu erledigen.

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Daniel Boll

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Daniel Boll am 26 Jun 2006 @ 15:01
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