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X Rebirth: Review

  Personal Computer 

Wesentlich weniger Freiheitsgrade, alles ist unnötig kompliziert, zeitaufwändig und repetitiv im Vergleich zu den Vorgängern. Die Entwickler haben es geschafft, alles, was die vorherigen X-Teile gross gemacht hat, einfach zu streichen, anstatt darauf aufzubauen, und haben einen mittelmässigen, (im Weltall) ganz hübsch anzuschauenden Arcade-Shooter mit so etwas Ähnlichem wie einer Story und der Möglichkeit, hin und wieder zu handeln, gebaut. Das ist kein Spiel der X-Serie. Nicht vom Gefühl her.

Stellt euch mal vor, ihr seid Teil eines nicht unerheblichen Projektes, seid zum Beispiel als Grafiker an der Gestaltung für ein gross angekündigtes und von der Spielergemeinde mit viel Vorfreude erwartetes Spiel beteiligt. Dann am Erscheinungstag schaut ihr in den Fanforen vorbei und stellt mit Erschrecken fest: euer Spiel wird förmlich zerrissen, auch eure Arbeit wird nicht bewundert, sondern man macht sich über euch eher lustig, als dass ihr gelobt werdet. So oder ähnlich werden sich einige Mitglieder von Egosoft gefühlt haben, als sie die ersten Reaktionen zu X Rebirth zu Gesicht bekamen.

Aktuellster Patch bringt kaum Besserung

Zwei Monate später ziehen wir unser Testfazit. Und selbst nach einigen mittlerweile erschienenen Patches können wir leider immer noch kein gutes Wort verlieren. Auf der Verpackung stand so schön geschrieben: "Die preisgekrönte X-Serie wird wiedergeboren!" Nein, das Gegenteil ist der Fall, sie wurde mitsamt der Hoffnungen der Fans virtuell zu Grabe getragen. Schauen wir auf die Serie zurück. Was hat die Spiele bislang ausgezeichnet? Eine schicke Grafik, ein komplexes Wirtschaftssystem und vor allem die grosse Spielwelt mit der uneingeschränkten Handlungsfreiheit waren die Stärken der Reihe. Die Mischung aus Handel, Kampf und Missionen machte oft ungemein viel Freude.

X Rebirth Bild
Doch nun? Die Versprechungen konnten bei Weitem nicht gehalten werden. Die Performance ist selbst mit dem aktuellsten Patch ein Scherz; derart ruckelig haben wir in einem Testverlauf noch keinen Weltraumtitel erleben müssen. Dabei ist die Grafik gar nicht auf Top-Niveau! Doch mehr als 25 bis 30 Bilder pro Sekunde haben wir selten erleben können, obwohl wir bei Weitem nicht mit vollen Details spielten.

Statt eines lebendigen und detailreichen Universums bekommen wir herumstehende und mies aussehende Nicht-Spieler-Charaktere (kurz: NSCs) in den Raumstationen zu sehen, müssen uns über hässliche Frauen im Spiel aufregen und fragen uns, warum die Charaktere aussehen, als würden sie aus einem der früheren Teile der Reihe stammen, die mittlerweile schon einige Jährchen auf dem Buckel haben.

Dazu kommt dann auch noch, dass Egosoft die Handhabung umständlich gestaltet hat. Selbst beim Handelssystem wird das deutlich, denn wo man früher noch von Aufgeräumtheit sprechen konnte, werdet ihr nun ständig zu immer gleich ablaufenden Unterhaltungen gezwungen. Ausdruckslose Handelspartner konfrontieren euch dann mit den immer gleichen Standardphrasen, das nervt bereits nach wenigen Spielstunden derart, dass man verzweifelt die Lautstärke kurzzeitig herunterdreht. "Show me your wares, please", dieser Satz nervt fast so derbe wie ein Bestätigungssound bei einem miesen Strategiespiel.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 19 Jan 2014 @ 22:48
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