GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

rFactor: Review

  Personal Computer 

"rFactor? Das kenn ich doch!", jaha, so manch ein durch böse Killerspiele dezimiertes Denkgerät scheint doch noch nicht ganz so zermatscht zu sein. rFactor gab es wahrhaftig schon lange Zeit vor dieser Retail-Veröffentlichung zu zocken. Und zwar ganz modern via Internet-Download. Jetzt, zwei Jährchen im Verzug, hauen die Münchener von Koch Media die Rennsimulation in bunter Verpackung inklusive ordentlichem Handbuch in die Läden. Kann man sich trotz Genre-Etablierten wie GTR, der sich Jahr für Jahr gut verkaufenden Need For Speed-Reihe oder neueren Vertretern wie RACE im überfüllten Renngenre behaupten?

Heyho, let's go!

Nach Startproblemen und einem wenig begehrenswerten Intro haben wir genau zwei Möglichkeiten, um in dieses Spielchen einzutauchen: Karrieremodus und Online-Multiplayer. Fangen wir mit Ersterem an. Hier gibt es exakt so viel Innovation und Neues wie bei den Tarifverhandlungen der Deutschen Bahn mit der GDL. Nachdem unser Profil ein paar Kilobytes unserer Festplatte belegt hat, können wir unsere noch laue Karriere in verschiedenen fiktiven, an echte Serien angelehnten Klassen auf Vordermann bringen. Hierbei regiert Abwechslungsreichtum: Wir können uns in einen abgewandelten Strassenrenner, in der mit einer GT-Klasse vergleichbaren SR Grand Prix setzen. Oder uns später in das enge Cockpit eines Formel 1-Renners in der Open Wheel Challenge quetschen. Anfangs müssen wir aber genügsam sein, denn in allen Ligen stehen zu Beginn wenig erstrebenswerte Krücken herum, die wir durch gute Leistung gegen schnellere Karossen eintauschen können. Und so boxen wir uns dann bis nach ganz oben. Auto für Auto. Klasse für Klasse. Kennen wir ja schon alles. Und das ist dank ausgepfeilter Gegnerintelligenz gar nicht so einfach: Es wird geschubst, gedrängelt und überholt. Angenehm hart.

Hierbei sei erwähnt, dass Entwickler ISI viel Wert auf umfangreiche Tuning-Optionen gelegt hat. Mit unserer hart erfahrenen Kohle legen wir uns nicht nur direkt brandheisse Boliden zu. Nein, wir können unsere alten Autos mit neuen Bremsen, Reifen, Spoilern, einer erhöhten PS-Zahl und weiteren 39 Tuningteilen aufmöbeln, wobei sich das Setup in Motor-Upgrades und Optik unterteilt.

Keep it real

Ebenso wie die in der Einleitung angesprochene, äusserst populäre GTR-Serie, ist man hier voll und ganz dem Realismus verschrieben. Wir können Technisches wie den Bremsdruck, die Aufhängung, den Drehzahlbegrenzer und den Reifendruck, aber auch Taktisches wie die Anzahl der Boxenstopps inklusive der Tankfülle bestimmen, wobei die Setup-Funktionen von den jeweiligen Rennserien abweichen. Ein Paradies für kleine Nachwuchs-Hamiltons! Auch die Fahrphysik ist jederzeit realistisch und die Karren verhalten sich so auf der Strasse, wie man es auch erwarten würde. Ein Truck ist dementsprechend schwerfällig und ein F1-Flitzer aufgrund der Leichtigkeit eher mit Vorsicht zu geniessen.

Schluss mit lustig

rFactor wäre aber nicht rFactor, wenn man nicht auf einen hervorragenden Mehrspielermodus zurückgreifen könnte. Der Titel entfacht sein ganzes Potenzial erst, wenn man online oder via LAN gegen virtuelle oder menschliche Kontrahenten antritt. Selbst auf vollgepackten Servern mit bis zu 64 Spielern bleibt die Verbindung stabil und man kann das Rennvergnügen ohne Lags auskosten. Allerdings nur mit den in der Karriere erspielten Fahrzeugen. Also ist es erstrebenswert, sich auf den Hosenboden zu setzen und im Karrieremodus ranzuklotzen. Von Natur aus ist die Fahrzeug- und Streckenwahl nicht nur von der Lizenz her, sondern auch quantitativ stark beschränkt. Zum Glück hat ISI sich nicht lumpen lassen und engagierten Moddern eine Möglichkeit zum Selbsterstellen von Zusatzmaterial gegeben. So findet man in der Menge neben weniger qualitativen Add-ons vor allem auch exzellente, durchdachte Strecken, die teilweise der Fantasie und teilweise der Realität (etwa in Form der Nordschleife) entstammen.

rFactor
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Alexander Boedeker

rFactor


rFactor


rFactor


Alexander Boedeker am 21 Dez 2007 @ 15:39
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen