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A Game Of Thrones - Genesis: Review

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Mikromanagement satt

Es wird wenig über Menüs oder Listen geregelt, wodurch die Bedienung recht intuitiv ist. Allerdings müssen alle diplomatischen Aktionen mit den Einheiten erledigt werden. Das geht am Anfang ganz gut, artet aber spätestens in dem Moment in Hektik aus, wenn die Gegner-KI auf den Plan tritt und ständig Spione einschleust, die eigenen Einheiten mit Attentätern oder Söldnern tötet und die Bündnispartner ausspannt und gleichzeitig auf der anderen Seite ihres Reiches in Ruhe expandiert. Spätestens, wenn man dann noch nebenher mit seinem Grosslord extra in eine Stadt rennen muss, um eine Armee aufzustellen, dürfte Neulingen das Ganze über den Kopf wachsen. Dazu kommt dann noch, dass es keine Speicherfunktion gibt. Lediglich einige Speicherpunkte helfen. Gut sind allerdings die aufgeräumte Oberfläche und die recht gut durchdachte Menüführung. Die Maussteuerung ist genretypisch und dürfte kaum Probleme bereiten. Allerdings ist die Maus etwas träge, was aber nur leicht stört.

Kriegszeiten

Nach der Hektik der ganzen Attentäterei und dem Doppelagententum hat man sich einen schönen Krieg verdient. Hat man zu viel gemeuchelt, sinkt der Friedenswert, bis es zu einem Krieg kommt. Dann sollte man allerdings bereits ein Heer ausgehoben haben. Für dieses braucht man Nahrung. Die entsprechenden Bauern müssen allerdings wieder einzeln rekrutiert und auf Felder im eigenen Land verteilt werden. Ein weiterer Einheitentyp, auf den man achten muss. Die wenigen Armeetypen wie Infanterie, Bogenschützen, Ritter und Reiter werden nach dem Stein-Schere-Papier-Prinzip eingesetzt, was auch gut funktioniert. Spezialeinheiten für jede einzelne Fraktion gibt es nicht.

Dann gilt es, mit seinen Armeen feindliche Städte zu belagern oder den gegnerischen Feudalsitz zu erobern und damit einen Gegenspieler aus dem Kampf zu entfernen. Kann man den endgültigen Sieg nicht erringen, bleibt noch die Möglichkeit, mit der Hilfe von Gesandten den Friedenswert wieder zu erhöhen und damit den Frieden wiederherzustellen. Gerade bei KI-Gegnern hilft dies oft, um noch einmal das Ruder herumzureissen. Zu guter Letzt sei auch erwähnt, dass man den Sieg auch ohne Krieg erringen kann. Über Prestige, das man durch Bündnisse, das Halten eines religiösen Gebäudes, hohes Einkommen und das Töten vieler Gegner erhält.

Magere Grafik, schlechte Leistung

Die Präsentation des Spiels ist grundsolide. Man bekommt keinen grafischen Blockbuster, aber auch kein schlecht aussehendes Spiel. Die Karten sind teilweise sehr liebevoll und abwechslungsreich gestaltet. Die Strategiekartenansicht bietet allerdings nur wenig opulente Effekte und ist zudem sehr hardwarehungrig. Klassisch mittelalterliche Klänge sorgen für nette Fantasy-Atmosphäre, und auch die deutsche Vertonung der Einheiten geht in Ordnung.

A Game Of Thrones - Genesis
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Alexander Boedeker am 12 Okt 2011 @ 11:57
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