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Dawn of War III: Review

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Drei Fraktionen für Intensiv-Mehrspieler

Relic Entertainment verpasste den drei Fraktionen unterschiedliche Spielstile. Die Space Marines sind am ehesten noch klassischer Echtzeitstrategie zuzuordnen. Eine Basis zieht ihr in bester C&C-Manier hoch, rekrutiert/baut neue Einheiten und sendet die gut ausbalancierte Armee aus Nah- und Fernkämpfern aus, um die ersten strategischen Schildgeneratoren auf der Karte zu besetzen. Orbitalschläge gegen größere Gegnermassen und Standarten zur Moralsteigerung sind einige der kleinen Extras, mit denen ihr auf den Gefechtsverlauf reagieren könnt. Werden die Truppen dezimiert, zieht ihr sie in eure Hauptbasis zurück, wo sie sich regenerieren können.

Die Eldar andererseits sind das Äquivalent der Protoss aus dem StarCraft-Universum. Sie sind physisch nicht so stark, setzen daher auf Schilde, um ihr Defizit auszugleichen. Da sie den Space Marines in der direkten Konfrontation unterlegen sind, setzen sie auf Rush-Taktiken. Schnell in die feindliche Armee rein, metzeln und Abzug. Selbiges gilt für die Basis, die nach einem kleinen Upgrade überall auf die Karte gewarpt werden kann. Perfekt, um sich zu verstecken und den Gegner zu überraschen.
Die Orks sind die Messis des 40k-Universums und profitieren von den unzähligen Upgrades, die mit gesammeltem Schrott finanziert werden. Ob die Einheiten dann mehr Munition mit sich tragen sollen oder gleich eine ganz neue Waffengarnitur als Upgrade überreicht bekommen, bleibt euch überlassen. Entgegen der ersten Vermutung (und der saukomischen "Idiotensprache" dieser Fraktion) sind die Orks gerissen und taktisch extrem variabel.

https://www.youtube.com/watch?v=IAKsjASEsw4

Vor jeder Mehrspielerpartie bestimmt ihr den Loadout. Ihr wählt drei aus neun Helden eurer Fraktion aus, die ihr beliebig kombinieren könnt. Reizvoll ist die Festlegung auf ein bestimmtes Trio, da ihr nach jeder Mission Erfahrungspunkte einsackt, die in neue Fähigkeiten investiert werden; stärker werden die Heroen aber nicht, ihre Basiswerte bleiben bestehen. Kosmetischer Natur, aber ein echter Zeitfresser ist der "Army Painter", in welchem ihr eure Armee optisch individualisieren können – prima für Clans, die auf bestimmte Farbkombinationen als Erkennungszeichen setzen.

Besonders im Mehrspielermodus werden Vor- und Nachteile der Fraktionen von erfahrenen Spielern konsequent ausgespielt. Die Einstiegshürde für Neulinge ist aber bereits jetzt schon extrem hoch, die Lernkurve steil. Im Wesentlichen gilt es, zunächst die Schildgeneratoren der gegnerischen Streitmacht auszuschalten, um dann das Verteidigungsgeschütz hinter den feindlichen Linien zu zerstören. Hiernach müsst ihr noch einen Energiereaktor ausschalten, um die Partie zu gewinnen. Um die Partien nicht zu statischen Grabenkämpfen verkommen zulassen, führt Dawn of War III vier Eskalationsstufen ein, die nach und nach aufgeschaltet werden. Je höher die Stufe, desto mehr Ressourcen fließen und desto mehr Trefferpunkte erhalten die Gebäude. Im Gegenzug werden die Kostenerstattungen für gefallene Einheiten drastisch zurückgefahren. Aggressives Verhalten wird also belohnt.

Dawn of War III
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Daniel Wendorf am 29 Jun 2017 @ 19:16
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