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Julia - Tödliches Verlangen: Review

  Personal Computer 

Es hat etwas gedauert, bevor Julia auch auf hiesigen Rechnern endlich ermitteln durfte. In Italien war Julia - Tödliches Verlangen unter dem Beinamen Innocent Eyes bereits im Jahr 2010 erhältlich. Nun fand sich mit Just A Game schliesslich doch ein deutscher Vertrieb. Kann das Krimi-Adventure mit Gänsehautgarantie tatsächlich für spannende Unterhaltung sorgen? Oder übertreibt die Verpackungsrückseite mal wieder?

Verstaubtes Abenteuer

Die Hintergrundgeschichte riecht zunächst nach Dramatik und Spannung. Ein maskierter Serientäter versetzt einen Vorort von New York in Angst und Schrecken. Die Polizei kommt dem gerissenen Mörder nicht auf die Schliche. Julia Kendell, eine angesehene Professorin für Kriminologie, unterstützt die Polizei bei den Ermittlungen, nachdem an Halloween erneut eine junge Frau umgebracht wurde. Ein maskierter Clown gerät unter Verdacht, Julia beginnt mit der Untersuchung.

Doch bereits der erste Eindruck vom Spiel ist ernüchternd. Optik und Sound gehören wahrlich nicht zum oberen Drittel im Genre. Verwaschene Texturen, schwache Ausleuchtung und klobige Objekte lassen nur selten in den Schauplätzen ein schönes Ambiente aufkommen. Die Bezeichnung "altbacken" wird mal wieder aus der staubigen Testerschublade herausgekramt. Leider trifft genau dieses Wort auf viele technische Bereiche des Spiels zu, denn auch bei der Kameraperspektive ist man oft genervt, weil nicht immer erkennbar ist, welche Ansichten in den Schauplätzen zur Verfügung stehen. Nur manchmal erscheint ein Symbol am Bildschirmrand, welches euch anzeigt, dass ihr die Ansicht frei verändern könnt. Dafür dienen dann die Pfeiltasten der Tastatur.

Julia - Tödliches Verlangen Bild
Erzählerisch schwächelt das Adventure bereits zu Beginn. Vieles wirkt zu arg konstruiert, und besonders bei den Sprechern merkt man, dass hier nicht viel Wert auf eine gute Atmosphäre gelegt wurde. Die Dialoge enthalten oft zu viel unnötigen Smalltalk, ungern verfolgt man daher die Gespräche der Figuren. Zwar kommt man doch irgendwie plötzlich auf den wichtigen Kern zu sprechen, aber die nicht lippensynchron und zudem oft gelangweilt eingesprochenen Texte vermiesen einem nicht nur das Hören, sondern sogar das Zusehen. Einmal wechselte sogar der Sprecher bei einem Charakter, das war verwirrend und enttäuschend zugleich. Die Charaktere im Spiel entfalten sich aber ohnehin nicht - man gewinnt schnell den Eindruck, mit gefühlsarmen Personen zu sprechen, selbst wenn es mal etwas dramatischer zugeht. Im Hintergrund dümpelt dann noch eine zwar nicht besonders aufdringlich, dafür aber regelmässig unpassend klingende Musik herum.

Julia - Tödliches Verlangen
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Birgit Grunow

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Birgit Grunow am 12 Jan 2012 @ 19:54
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