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Torment - Tides of Numenera: Review

  Personal Computer 

Kampf-KI zum Einschlafen

Warum wir das erwähnen? Nun, die Kämpfe – huch, jetzt haben wir sie doch wieder so genannt – sind nicht gerade spannend gestaltet. Nein, sagen wir es gerade heraus: sie sind meistens sogar langweilig. Das liegt aber nicht am Schwierigkeitsgrad, der ist aufgrund der häufigen Überzahl an Gegnern schön happig. Die Langeweile rührt eher daher, dass die Gefechte im Rundenmodus ablaufen, und wenn da mehr als ein Dutzend Feinde vor euch stehen, die alle ihren Zug machen, gemütlich durch die Gegend gehen, zuschlagen oder zaubern, dann wird das eben schnell öde beim Zusehen. Mal zwischendurch einen Kaffee oder Tee holen, mag ja nett sein, dem Postboten guten Tag sagen bei der Zustellung eines Paketes oder sogar mal eine Maschine Wäsche aufhängen. Das alles haben wir tatsächlich gemacht, weil uns die Kämpfe zu langatmig geraten waren.

Wenn es also richtig etwas zu bemängeln gibt an diesem Spiel, dann ist es die Kampf-KI. Da war Planescape Torment deutlich packender und geschmeidiger in den Gefechten, fesselte uns vor den Bildschirm, weil wir gar nicht verpassen wollten, was unsere Feinde wohl als Nächsten vorhaben und wie sie auf unsere eigenen Angriffe reagieren würden. Das ist hier leider gar nicht der Fall, weil die Entwickler viel zu oft auf schiere Masse, statt Klasse gesetzt haben. Dabei wäre taktische Tiefe durchaus vorhanden, aber die Feinde setzen viel zu sehr auf dumpfes Herumgekloppe mit ihrer vermeintlichen zahlenmäßigen Übermacht.


Optisch und akustisch erinnert das Spiel schon sehr an Titel vom Ende der 1990er- oderBeginn der 2000er-Jahre. Also genau an den Zeitraum, in welchem Planescape Torment entwickelt und veröffentlicht wurde. Muss man schon mögen, diese nüchtern gehaltene Pracht. Besonders die Animationen der Charaktere wirken aber mehr als nur altbacken. Ebenso unschön ist die fehlende Kamerajustierung bei Dialogen. Sprachausgabe hört ihr eh nur selten, und wenn, dann in englischer Sprache. Die deutschen Übersetzungen sind gelungen, nur noch wenige grobe Fehler oder vergessene Zeilen fielen im Testverlauf auf. Ansonsten war das Spiel erfreulich bugfrei auf dem PC.

Torment - Tides of Numenera
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Markus Grunow am 28 Mrz 2017 @ 19:19
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