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Die Sims 4: Review

  Personal Computer 

Das Leben der Emotionen

Sobald sowohl Sim als auch Haus im Editor gebastelt wurden, geht es natürlich an das eigene Spielgeschehen. Und auch hier freuen wir uns zunächst über die Neuerungen. Das bewährte Prinzip, dass wir unseren Sim durch seinen Alltag samt Familienleben, Beziehungen und Beruf führen, bleibt natürlich unangetastet. Die wohl wichtigste Änderung ist der Einbau von Emotionen beziehungsweise deren grössere Auswirkungen auf das Leben der Sims. Es bedeutet jetzt nicht (nur), dass sich die virtuellen Personen noch intensiver freuen, traurig sind oder andere Gefühle zeigen. Vielmehr gibt es ein konkretes Zusammenspiel der Emotionen mit anderen Bereichen des Spiels. So geben bestimmte Emotionen Bonuspunkte auf gewisse Tätigkeiten. Ist ein Sim beispielsweise gut gelaunt, gehen ihm gewisse Dinge besser von der Hand, als bei schlechter Laune. Mitunter erhaltet ihr sogar kleine Belohnungen, die ihr in bestimmten Situationen einsetzen könnt, um euch kurzzeitige Vorteile zu verschaffen. Diese neue Bedeutung der Emotionen bringt zumindest im sozialen Segment von Die Sims etwas mehr Tiefgang und lässt die Figuren lebendiger wirken.

Apropos lebendiger: Das beruht gleichzeitig auch auf einer weiteren Neuerung: dem Multitasking. Konnten die Sims in früheren Episoden immer nur eine Tätigkeit nach der anderen erledigen, bewältigen sie ab sofort problemlos mehrere Aufgaben zur gleichen Zeit. Auf dem Sofa sitzen, eine Fernsehsendung gucken und gleichzeitig mit einem anderen Sim plaudern? Kein Thema. Ein leckeres Abendessen verspeisen und nebenbei die Ehefrau begrüssen? Kein Problem. Dieses Multitasking lässt den Alltag der Sims realistischer und nicht wie das Abhaken einer Aktionskette nach der anderen wirken. Mitunter kann das aber auch dazu führen, dass ihr bei grösseren Ansammlungen von Sims etwas den Überblick verliert - wirklich schlimm ist das jedoch nicht. Fakt ist, dass ihr aufgrund des Emotionssystems die Sims gezielt beeinflussen könnt, um bestimmte Ziele respektive Belohnungen zu erreichen. Das ist eine nette Komponente.

Wo ist denn der Rest geblieben?

Doch wie wir bereits eingangs angedeutet haben, ist bei Die Sims 4 letztendlich einiges nicht so glücklich gelaufen. Das fängt - gemeinsam mit den schon erwähnen Editor-Einschränkungen - mit der Abstinenz einiger aus früheren Episoden liebgewonnenen Inhalten an. Wo sind die Swimming-Pools? Wo sind die Kleinkinder? Warum gibt es so wenige Nachbarschaften? Warum teleportieren sich die Sims zu ihrer Arbeitsstelle, obwohl auf den Strassen immer wieder Autos herumfahren? Auf diese Fragen haben wohl nur die Entwickler eine Antwort, bleiben diese jedoch bisher schuldig. Noch schwerwiegender fällt das Fehlen der offenen Spielwelt aus Die Sims 3 ins Gewicht. In Die Sims 4 könnt ihr die Welt eben nicht mehr frei erkunden, sondern müsst ständig reisen, wenn ihr zum Beispiel einen Freund besuchen wollt. Da dies mit mitunter langen und vor allem häufigen Ladezeiten verbunden ist, ergibt sich ein nicht zu verachtender Nervfaktor. Hinzu kommen unnötige KI-Aussetzer, bei denen die Sims sich gegenseitig den Weg versperren oder Gegenstände an ungünstigen Plätzen ablegen. Auch die Tatsache, dass man die Bedürfnisse der Sims (Hunger, Hygiene etc.) nicht dauerhaft einblenden kann, ist etwas nervig.

Auch grafisch ist Die Sims 4 wahrlich keine Offenbarung. Okay, das Geschehen ist nett und vor allem farbenfroh inszeniert, die Animationen sind durchgehend hübsch anzusehen. Zudem läuft das Spiel auch auf schwächeren Rechnern relativ flüssig. Dennoch wäre diesbezüglich sicherlich mehr dringewesen, um die Lebenssimulation auch optisch in die nächste Generation zu heben.

Die Sims 4
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Andre Linken am 17 Sep 2014 @ 20:18
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