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Obduction: Review

  Personal Computer 

Optisch eine Augenweide

Die Umgebungen wurden allesamt sehr ansehnlich gestaltet. Vor allem die interessante Architektur und die Lichteffekte sind es, die zu gefallen wissen. Eine Steinwüstenlandschaft oder eine Höhle voller mysteriöser Getriebe und gigantischer Zahnräder, eine unheimliche Dschungelumgebung, hier wird mittels der Unreal-Engine 4 viel Abwechslung für das Auge geboten. Allerdings ist durch die beschränkte Bewegungsfreiheit nicht jeder Platz erreichbar. Da ihr weder klettern oder springen noch schwimmen könnt, zwingen euch unsichtbare Barrieren zum Stehenbleiben. Das stört vermeintlich aber nur am Anfang, hinterher hat man sich daran gewöhnt und hält eh nach anderen Details Ausschau. Die grafische Pracht zwingt aber auch bei fixen Rechnern die Framerate gelegentlich in die Knie. Das ist nicht weiter tragisch, schließlich brauchen wir hier nicht ausweichen oder in Deckung gehen, aber es sorgt bei längerem Spielen mitunter für Schwindelgefühle.

Hinweise erhaltet ihr durch die bereits angesprochenen Hologramme, deren schwach erkennbare Bilder durch echte Schauspieler gespielt wurden. Diese machen ihre Sache ordentlich, die Sprachausgabe auf Englisch kann optional mit deutschen Untertiteln versehen werden. Allerdings hat uns die Schriftgröße dabei nicht gefallen, da wünscht man sich doch mehr Einstellungsoptionen. Wer langsam liest, hat ohnehin Pech, die Einblendungen sind oft nur kurz geraten. Naja, immerhin kann man sich die Hologramm-Hinweise mehrfach abspielen lassen. Wem die musikalische Untermalung vom Stil her bekannt vorkommen mag, der liegt richtig, denn wie auch schon bei Riven und Myst sorgt Robyn Miller für eine tolle Atmosphäre. Wunderbar ist es, wenn die Musik wichtige Stellen im Spiel zusätzlich noch untermalt. Das klappt bis auf sehr wenige Ausnahmen ausgezeichnet.

Auch wenn die Macher es erneut verstehen, die Rätselkost sowohl vom Umfang als auch von der Abwechslung her toll zu gestalten, so muss man aber auch Kritik äußern. Die Reise mit Teleportern in andere Umgebungen dauert durch das ständige Laden einfach zu lange, das hemmt den Rätselspaß ungemein. Kleiner Tipp vorab von unserer Seite: Nutzt auf jeden Fall die Fotofunktion im Spiel. Denn dann müsst ihr nicht soviel aufschreiben und könnt euch bestimmte Kombinationen oder Designs aus anderen Umgebungen nochmal ansehen, ohne zwingend wieder dorthin reisen zu müssen.

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Markus Grunow am 15 Sep 2016 @ 17:52
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