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The Bard's Tale IV: Review

  Personal Computer 

Käferbasierte Rundenstrategie

Dass wir uns wegen eines Spieldesignfehlers zu Beginn des Spiels noch aufgrund eines nicht herausziehbaren Steinfelsens selbst eingeschlossen hatten und damit unsere Reise in der Unterwelt von Skara Brae vorerst zu Ende war: geschenkt. Beim zweiten Mal konntenwir uns ja cleverer verhalten. Aber eine derartig große Anzahl an nicht übersetzten Texten ist dem Autor dieser Zeilen in seiner Zeit als Videospieltester noch nicht untergekommen.Bei den Dialogen darf man sich zwar an herrlichen Dialekten erfreuen, doch beim Mitlesen fallen die fehlenden deutschen Texte schon störend auf. Das passiert aber beispielsweise auch bei Gegenständen im Inventar sehr häufig. Die extrem langen Ladezeiten besonders bei Ortswechseln sind heutzutage ebenfalls ein Unding. Fast kamen wir uns vor, als würde eine alte Datasette am C64 wieder quietschen. Das Sichtfeld in den Rundenkämpfen könnte ebenfalls optimiert und soll wohl auch nachträglich per Patch verbessert werden, genauso wie ein Hardcore-Modus und die dringend benötigte Sortierfunktion für das Inventar.

Speichern könnt ihr nur an bestimmten Wegpunkten, symbolisiert durch Säulen, die blau aufleuchten. Auch Quest-Punkte sind so in der Welt mit einem blauen Leuchten für euch einfacher zu finden. Wer mag, deaktiviert diese Funktion im Menü. Leider ist die Spielwelt trotz vermeintlicher Bewegungsfreiheit sehr linear. Vor einem Kampf könnt ihr bereits an der Einfärbung eurer Gegner sehen, ob ihr lieber flüchten solltet oder es zu einem einfachen Gemetzel kommen wird. Per Ampelfunktion wird euch die Stärke der Feinde direkt sichtbar gemacht, von grün über gelb zu orange und rot.Aus der Gruppe erhaltet ihr nette Kommentare wie diesen, wenn ihr euch etwa einer zu starken Truppe aus Soldaten, allesamt rot eingefärbt, nähert: "Wir werden den Kampf nicht überleben, aber es wird ein glorreicher Tod!"

Zufallskämpfe wie früher gibt es nicht, was manche bemängeln mögen. Wir fanden es aber großartig, nun stets einschätzen zu können, ob die Feinde an der Ecke wohl zu bezwingen sind oder wir später wiederkehren sollten – mit mehr Erfahrung. Das zwingt auch zum Umdenken bei der Fortbewegung. Per rudimentärem Schleichmodus nähert ihr euch Gegnern, um den Erstschlag auslösen zu können. Denn die Gefechte laufen rundenbasiert ab, wodurch derjenige einen nicht zu unterschätzenden Vorteil hat, der zuerst angreifen kann. Neben dem Timing ist aber auch das Stellungsspiel – wenn wir mal einen Sportbegriff nehmen wollen - im Kampf wichtig.

Wer steht wo und attackiert welchen Gegner oder ermöglicht seinen Mitstreitern einen speziellen Bonus durch ein Bardenlied? Das erinnert dann doch sehr wieder an die Klassiker, auch hier war die Reihenfolge der Gruppenmitglieder wichtig. Fordernd sind die Kämpfe allemal, allerdings kommt es meist zu Überzahlsituationen, bei denen euch zig Gegner mehr fordern als ein stärkerer. Das gibt es auch, ist aber eher als Mini-Bossgefecht anzusehen und leider nur selten der Fall.

The Bard's Tale IV
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Markus Grunow am 02 Okt 2018 @ 20:12
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