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Endless Space 2: Review

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Das Rad nicht neu erfunden

In einigen Bereichen bleibt Endless Space 2 seinen Genrewurzeln aber treu. So präsentiert sich die Forschung fast schon klassisch. In einem Rad angeordnet, könnt ihr hier Technologien freischalten, die euch im weiteren Verlauf bei der Eroberung der Galaxie helfen. Dabei sind alle wissenschaftlichen Durchbrüche in vier Quadranten eingeteilt, die euch eine ungefähre Ahnung geben, in welchem Bereich euch die Technologie mehr Möglichkeiten eröffnet. Neue Schiffsdesigns oder Waffen für das Militär, mehr Optionen für die Monetarisierung, kulturelle Errungenschaften, oder aber ihr erweitert eure möglichen Zielplaneten, die ihr kolonisieren könnt. Einige Technologien stehen im direkten Verhältnis zueinander und müssen entweder in einer bestimmten Reihenfolge erforscht werden oder schließen sich gar aus. Dadurch wird die Forschung nicht zu einem simplen Abklappern von Symbolen.

Ferner schaltet ihr hin und wieder Meilensteine frei, die ihr fortan anstreben könnt, um weitere Boni zu erhalten. Im Vergleich zu den Boni, die ihr in Civilization VI quasi frei Haus bekommt, müsst ihr hier jedoch noch etwas dafür tun. Entweder ihr baut dafür etwas Monumentales oder aber müsst für die hilfreichen Zusatzleistungen bestimmte Fortschrittsvoraussetzungen erfüllen. Aber Obacht: Die Meilensteine können immer nur von einer Rasse im gesamten Spiel erreicht werden.

Fantastisches Interface

Übersichtlich, aber unspektakulär und leicht unterkühlt. So beschrieben wir vor fünf Jahren das Interface von Endless Space. Seitdem hat sich eine Menge getan. Amplitude Studios hat seitdem nichts von seinem Können eingebüßt, und so ist auch in Endless Space 2 alles übersichtlich angeordnet. Hilfreiche Tooltips geben euch nicht nur Informationen über die Wirkung der einzelnen Spielelemente, sondern auch Hintergründe in Bezug auf die Spielwelt. Ihr könnt stufenlos von der Galaxie-Übersicht bis zur Detailansicht der Systeme scrollen, wobei sich die möglichen Aktionen sowie die gezeigten Statistiken je nach Zoomstufe anpassen. Viele wichtige Informationen könnt ihr sofort auf den ersten Blick erhaschen: Was baut mein System? Wie lange braucht es dafür? Wie sieht mich aktuell eine der vielen im Spiel integrierten Nebenfraktionen, die ich im Laufe der Partie akquirieren kann? Neben der bereits bekannten und noch mal besseren Übersichtlichkeit hat man aber auch kräftig an der Präsentation der Menüs gedreht. Kein 4X-Strategiespiel wirkt aktuell stilsicherer und angenehmer designt. Große Schriften, klare Menülinien und wunderbar eingesetzte Weichzeichnereffekte machen Endless Space 2 zu einem echten Augenschmaus, der dem manchmal etwas trocken daherkommenden Genre Leben einhaucht. Durch den im Verhältnis zu Civilization oder Master of Orion erhöhten Schriftgrad und die farbenfrohen Designs ist es auch leichter, die Texte und Diagramme auf kleineren Monitoren zu entziffern.

Die fantastische Präsentation hört hier aber nicht auf. Auch die Musikuntermalung reiht sich nahtlos in den positiven Eindruck ein. Die Kompositionen von Arnaud Roy aka FlybyNo wurden vom Scoring-Orchestra wunderschön in Szene gesetzt und unterstreichen die epische Bandbreite des Spiels. Dabei reagiert der Soundtrack dynamisch auf die Spielsituation mit sanften Übergängen und einem netten, kleinen Detail. Seid ihr in der Galaxieansicht, um eure Flotten zu bewegen und eine Übersicht über das Spiel zu bekommen, so werden Beats unter den Soundtrack gelegt. Diese werden fast unbemerkt ausgeblendet, sobald ihr die Detailmenüs betretet, sodass nur die atmosphärischen Klänge bleiben. Was zunächst überhaupt nicht auffällt, stellt sich im weiteren Spielverlauf als hilfreich heraus: In den Menüs müsst ihr mehr lesen und euch auf Details konzentrieren, was ohne Beats etwas leichter fällt.

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Patrik Nordsiek am 20 Jun 2017 @ 17:52
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