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Mafia III: Review

  Personal Computer 

Derweil sind die Autos hübsch modelliert, der glänzende Lack spiegelt Umgebungsdetails wider, und je nach Untergrund gibt es passende Fahr- und Bremsgeräusche. Die Arcade-artige Steuerung geht lässig von der Hand, auch mit Tastatur. Ein beherztes Driften um Kurven bei hoher Geschwindigkeit ist genauso wenig ein Problem wie präzises Manövrieren durch lange Verkehrsschlangen. Das mehrstufige Schadensmodell hinterlässt Dellen in der Karosserie, lässt Reifen platzen, Motorhauben wegfliegen und Motoren brennen. Es gibt sogar einen Rückspiegel, der in Echtzeit die Umgebung hinter uns darstellt, inklusive Passanten. Merkwürdig: In Gebäuden befindliche Spiegel wirken verzerrt und zeigen Lincoln höchstens mal in Form eines Grafikfehlers. Da sollte der Entwickler noch mal Hand anlegen.

Technik, die entgeistert?

Zwar haben wir in den vorigen Kapiteln bereits einiges über das technische Gerüst von Mafia III gesagt, doch wollen wir der Vollständigkeit halber noch etwas genauer auf diesen Aspekt eingehen. Wohlgemerkt bezieht sich unser Eindruck hier auf den zweiten Patch, der schon so einige Dinge nachbesserte. Tatsächlich fühlt sich Mafia III (mit G-Sync) jetzt trotz einer zwischen 30 und 50 fps liegenden Framerate größtenteils nicht mehr so schwammig an, wie zu Beginn. Der grafische Gesamteindruck geht in Ordnung, ist stellenweise gar als malerisch-idyllisch zu bezeichnen. Wettereffekte, vor allem Regen, erzeugen bei nächtlicher Stadtbeleuchtung eine stimmige Atmosphäre. Reflexionen und Spiegelungen, die (teils übertriebenen) Sonnenstrahlen und die solide Texturierung tragen zum netten Gesamtbild bei.

Aber man muss weder Engine-Experte noch Grafikenthusiast sein, um die vielen technischen Schwachstellen zu erkennen. Von sehr spät aufpoppenden Umgebungsdetails über flimmrige Schatten, Texturen, Lichter und Shader bis hin zur ineffizient arbeitenden Kantenglättung und der fürs Gebotene deutlich zu schwachen Performance. Letztere ist auch zum Zeitpunkt des Tests noch unterirdisch gewesen, wenn es in Gebiete mit viel Vegetation geht. Das Mausgefühl ist schwammig, obwohl die Framerate die 30 fps nicht unterschreitet.

Im Testverlauf hatten wir einen Absturz zum Desktop zu beklagen. Seit dem zweiten Patch keinen mehr. Dafür war kürzlich die Weltkarte fehlerhaft und ließ uns in keine Menüs mehr, weshalb nur ALT+F4 half. Die Tastenbelegung könnte zudem etwas vereinheitlicht werden. Warum man zum Beispiel Klettern und Benutzen nicht auf dieselbe Taste legen darf, erschließt sich uns nicht. Hier haben Hangar 13 und 2K Games noch jede Menge Nachholbedarf, der hoffentlich auch geleistet wird. Andernfalls beschädigt man das Image der Spielmarke vielleicht dauerhaft, vor allem in der PC-Gemeinde.

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Daniel Boll am 21 Okt 2016 @ 17:52
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