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Styx - Shards of Darkness: Review

  Personal Computer 

Eine vertane Chance

Letzteres ist allerdings gar nicht so empfehlenswert. Zwar können wir unsere Feinde mitunter auf recht kreative Art und Weise töten, jedoch schmälert das unseren Missionserfolg-Abschluss. Denn pro Mission gibt es vier Medaillen zu verdienen: schnelles Abschließen, nicht entdeckt werden, keine Gegner töten und Artefakte sammeln. Je besser wir abschneiden, desto mehr Fertigkeitspunkte bekommen wir. Die Idee ist zwar ganz nett, jedoch führt insbesondere die Gnade-Medaille dazu, dass ein essenzieller Teil des Spiels nicht genutzt wird beziehungsweise das Töten eines Widersachers stets einen faden Beigeschmack hat.

Die Fertigkeitspunkte vom Abschluss der Mission abhängig zu machen, ist doppelt schade, bietet das Spiel doch einen ganz soliden Skilltree. Mit fünf verschiedenen Ausrichtungen können wir unser zynisches Pickelgesicht nach unseren Wünschen anpassen und an unserem Spielstil ausrichten. Jedoch ist der Meuchlerzweig durch die Gnade-Medaille sehr unattraktiv. Da lohnt es sich eher, die Wahrnehmung oder die Crafting-Möglichkeiten zu erhöhen. Denn auch das ist ein Bestandteil des Spiels, jedoch mit Tränken, Pfeilen, Dietrichen und Co. sehr rudimentär und nicht weiter erwähnenswert.

Styx - Shards of Darkness Bild
Wirklich enttäuschend ist die KI in dem Spiel. Diese läuft nämlich nach dem bekannten Schema "War da was? Bestimmt nur eine Ratte!" ab. Das führt dazu, dass sich die Spielwelt nicht sehr dynamisch anfühlt, stattdessen aber einem Uhrwerk gleicht. Etwas Leben in die Welt kommt immerhin durch die zahlreichen (und teils informativen) Dialoge. Leider sind diese auch eher dürftig geschrieben und noch schlechter vertont. Insbesondere bei den Dunkelelfen wirken die Dialoge steif. Das mag möglicherweise ein gewolltes Stilmittel sein, macht aber eher den Eindruck, als hätten sämtliche Elfen einen Stock im Hintern.

Letzten Endes ist das auch die größte Schwäche von Styx. Die Welt, die Charaktere und insbesondere die Story können nicht überzeugen. Die Motivationen der relevanten Personen (Styx allen voran) wirken meist wahllos und nicht nachvollziehbar. Das ist schade, denn bei den Zwischensequenzen wurde sich mitunter durchaus Mühe gegeben. So beobachtet Styx bereits relativ früh einen Kampf zwischen zwei Dunkelelfen, der eine solide Choreographie präsentiert. Alles in allem spielt man Styx aber aufgrund des Spielerlebnisses. Immerhin drängt sich die Story nicht zu sehr auf und wird somit nicht nervig, sondern plätschert eher so vor sich hin.

Styx - Shards of Darkness
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Jakob Gustavs am 18 Apr 2017 @ 16:35
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