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Insurgency - Sandstorm: Review

  Personal Computer 

Mit Insurgency: Sandstorm legt Focus Home Interactive den lang erwarteten Nachfolger zu Insurgency vor und liefert Nachschub für Shooter-Fans. Ob der temporeiche Multiplayer-Titel im Test überzeugen konnte, verraten wir euch hier.

Auf ins Gefecht

Bevor es richtig losgeht, können wir unseren Charakter rudimentär anpassen. Das Aussehen des wahlweise männlichen oder weiblichen Soldaten lässt sich grundlegend individualisieren. So stehen für die Männer dreizehn, für die Frauen lediglich drei verschiedene vorgefertigte Gesichter zur Wahl. Außerdem können Frisuren, Kopfbedeckungen, Gesichtsbehaarung und Tätowierungen angepasst werden. Die verfügbaren Anpassungs-Optionen sind insgesamt recht rar, besonders aber auf der Seite der "Insurgents", da hier nicht mal eine Geschlechterwahl möglich ist. Diese gibt es lediglich für die Seite der "Security". Mit Ingame-Credits lassen sich nach und nach weitere Optionen freischalten, darunter Outfits, Accessoires und Tattoos. Sind wir mit unserem Charakter zufrieden, geht es weiter zur Wahl des Spielmodus. Hier warten nicht nur gewertete Ranglistenkämpfe, bei denen wir uns gegen andere Spieler behaupten müssen, sondern auch verschiedene Kooperativ- und Versus-Matches.

Messt euch mit menschlichen Spielern oder verbündet euch gegen die KI

Im Kooperativbereich könnt ihr euch für eine der beiden Parteien, also "Security" oder "Insurgents", entscheiden und zusammen mit euren Mitspielern der KI gegenübertreten. Ziel des Checkpoint-Spielmodus ist es, gegnerische Einsatzpunkte unter Kontrolle zu bringen und anschließend zu zerstören. Da es einige Zeit dauert, bis ein Kontrollpunkt vollständig kontrolliert wird, müssen wir uns hier auch auf Gegenangriffe der Computergegner einstellen, die die Ziele zurückerobern möchten. Sterben wir, können wir erst dann wieder ins Spiel einsteigen, wenn unsere Teamkollegen einen Zielpunkt erobert haben. In den Versus-Partien, in denen wir es mit menschlichen Widersachern zu tun bekommen, warten insgesamt drei verschiedene Spielmodi auf uns. Bei "Push" hält eine Seite alle Einsatzziele, die von den Angreifern der Reihe nach eingenommen werden müssen, bis man schließlich vor dem feindlichen Waffenlager steht. Die Verteidiger gewinnen, wenn sie den Angriffen bis zum Ablauf der Zeit standhalten können. Bei "Firefight" kämpfen wir um insgesamt drei Einsatzziele, eines ist von Beginn an vakant. Das Team, das zuerst alle eingenommen oder alle feindlichen Truppen ausgeschaltet hat, gewinnt. Die dritte Spielvariante "Skirmish" gleicht im Prinzip dem Rush-Modus, nur dass diesmal beide Seiten Einsatzziele und Waffenlager kontrollieren, sodass sich die Frontlinie quasi ständig verschiebt, bis ein Team das Waffenlager des Gegners zerstört hat.

Ein fordernder Realismus

In Sachen Gameplay überzeugt der Shooter nicht nur mit temporeichen Gefechten und einem hervorragenden Waffen-Handling. Auch der Realismus kommt bei Insurgency: Sandstorm nicht zu kurz, wodurch sich gerade Freunde von massentauglicheren Varianten wie Battlefield oder Call of Duty etwas umgewöhnen müssen. So bekommen wir beispielsweise nicht angezeigt, ob wir einen Gegner wirklich ausgeschaltet haben. Daher kann es passieren, dass uns ein totgeglaubter Feind überrascht, während wir weiter vorrücken. Auch ist es möglich, dass Kugeln von bestimmten Oberflächen abgelenkt werden und dadurch einen unserer Kollegen verletzen. Aber auch Kleinigkeiten wie das Fehlen einer Granaten-Taste, das dafür sorgt, dass wir die Granaten manuell auswählen müssen, oder auch die nicht vorhandene Anzeige über die verbliebene Munition unterstreichen den Realismus.

Uns stehen außerdem viele verschiedene Klassen zur Wahl, die mit unterschiedlichen Fähigkeiten punkten und das Zusammenspiel fördern. Für ein gutes Balancing sorgt dabei eine Begrenzung der einzelnen Klassen, sodass zum Beispiel nur eine begrenzte Anzahl an Scharfschützen im Spiel ist. Zu den verfügbaren Rollen gehören neben dem Kommandanten, der zusätzliche Unterstützung anfordern kann, beispielsweise auch der Brecher, der mit Schrotflinten und Gewehren vor allem im Nahkampf für Schaden sorgt. Aber auch klassische Frontkämpfer mit Sturmgewehren sowie MG-Schützen mit schweren MGs können gewählt werden. Hinzu kommen weniger gängige Klassen wie der Sprengtechniker, der mit Granat- und Raketenwerfern hantiert.

Für etwas Abwechslung vom Shooter-Alltag sorgen einige wenige Fahrzeuge, die von uns genutzt werden können. Da die Maps von der Größe her insgesamt aber überschaubar sind, dienen die Autos weniger als klassisches Fortbewegungsmittel, sondern können von uns beispielsweise als Feuerschutz eingesetzt werden, indem wir sie an bestimmten Orten abstellen. Die Karten an sich sind komplett im orientalischen Raum angesiedelt und reichen von arabisch anmutenden Ortschaften über verlassene Fabriken bis hin zu hügeligen Landschaften.

Insurgency - Sandstorm
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Daniel Walter

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Daniel Walter am 21 Dez 2018 @ 11:06
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