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Prey (Reboot): Review

  Personal Computer 

Zu entdecken gibt es auf der Talos I jede Menge. In Kisten, Schränken, Schubladen und Regalen, auf Tischen und in den Taschen von Leichen findet ihr verschiedenste Nahrungsmittel, augenscheinlichen Müll, Munition, Waffen und vieles mehr. Audio-Logbücher, Zeitungsartikel, E-Mails und Notizen decken sukzessive Hintergrunddetails auf, die bis in Kennedys Präsidentschaft in den 1960er-Jahren zurückreichen. Auch lernt ihr im Verlauf die Rolle Morgan Yus in der Forschungseinrichtung näher kennen. Das Abgrasen der Areale geht komfortabel vonstatten, auch wenn der Inventarplatz ob der schieren Überzahl an Gegenständen gerne mal knapp wird.

Entgegenwirken könnt ihr dem Chaos etwa mit Neuromod-Fähigkeiten, die das Inventar vergrößern, sowie mit so genannten Recyclern, die Schrott und Müll in wertvolle Fabrikatorressourcen verwandeln. Damit stellt ihr wiederum an Fabrikatormaschinen Munition, Medikits, Waffen und andere Dinge her – vorausgesetzt, ihr seid im Besitz der Herstellungspläne. Gut: Am Recycler reicht ein langer Tastendruck, um automatisch alle recyclebaren und davon ab nutzlosen Inventargegenstände auszusortieren. Blöd: Am Fabrikator lässt sich immer nur ein Objekt pro Vorgang herstellen, was gerade bei der Munitionsherstellung schade ist. Besser wär's, wenn man die gewünschte Anzahl vorher festlegen und dann in einem Rutsch herstellen lassen könnte.

Ganz so tragisch ist das aber auch nicht, da die für Munition notwendigen Ressourcen sowieso rar gesät sind. Ihr könnt meistens froh sein, wenn ihr ein mittelgroßes Gefecht gegen Typhons übersteht und noch ein paar Kugeln oder Patronen übrig habt. Die Munitionsknappheit ist allgegenwärtig. Entsprechend ertappten wir uns während der Testphase immer wieder dabei, übertrieben sparsam mit Schrotflinte, Pistole und Co. umzugehen und uns das Überleben künstlich zu erschweren. Unnötig war das deshalb, weil Prey den Spagat zwischen Ressourcenverknappung und fairer Spielbalance durchaus hinbekommt. Gerade robustere Widersacher wie die schwebende Psi-Festung Telepath gewähren euch nach ihrer Niederlage Zugriff auf reichhaltige Beute. Abgesehen davon gilt wie in anderen Open-World-Titeln auch die Devise: Ist es an einer Stelle mal zu schwierig, macht einfach woanders weiter. An Nebenaufgaben und -schauplätzen mangelt es sicher nicht. Mit der Zeit hält sich auch die anfangs ausufernde Lauferei zwischen Arealen in Grenzen, da Abkürzungen und andere Schnellreisemöglichkeiten hinzukommen. Selbst teils fummelige Ausflüge ins Weltall, wenn auch im Dunstkreis der Talos I verbleibend, bzw. in die Schwerelosigkeit stehen auf der Agenda. Bedenkt übrigens, dass einmal erkundete und gesäuberte Gebiete ähnlich wie in BioShock nicht zwangsläufig sicher bleiben. Die einen mögen's, die anderen hassen's.

Hektische Gefechte

Die Ego-Shooter-Komponente des Spiels dürfte nicht jedem schmecken. Abgesehen von der bereits angesprochenen Munitionsknappheit wirkt die direkte Konfrontation mit den Aliens generell leicht repetitiv und beschwerlich. Die Dinger flimmern durch die Gegend, stecken jede Menge Treffer ein und heizen euch mit verschiedenen Angriffsmanövern ein. Aber besonders abwechslungsreich ist das Ganze trotzdem nicht. Erst wenn die taktischen Elemente genutzt werden, wird's interessanter. Morgan kann schließlich schleichen, sich in Gegenstände verwandeln, die Viecher mit Schaumstoff zukleistern und starke Schadensboni aus Stealth-Attacken beziehen.

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Daniel Boll am 08 Jun 2017 @ 22:30
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