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Prey (Reboot): Review

  Personal Computer 

Mit Prey haben Bethesda und Arkane Studios einen Open-World-Titel veröffentlicht, der außer dem Namen und einer Science-Fiction-Thematik im Prinzip nichts mehr mit dem Ur-Prey aus dem Jahr 2006 gemein hat. Selbst die Bezeichnung Reboot ist unpassend, haben die Macher doch etwas geschaffen, das eigenständig wirkt und – so viel sei verraten – eines der Highlights in diesem Jahr ist.

Hightech-Amnesie

Prey dreht sich um die gigantische Raumstation Talos I, auf der der Konzernriese TranStar wissenschaftliche Hightech-Experimente durchführt. Ihr seid Morgan Yu, Mitglied des Forschungsteams und Proband für Neuromods – Hirnimplantate, mit denen die mentalen und physischen Fertigkeiten eines Menschen signifikant verbessert werden können. Deus Ex lässt grüßen. Mitten in einer Testreihe wird die Talos I von schemenhaften multidimensionalen Viechern, den Typhons, angegriffen – ein Umstand, an dem TranStar natürlich nicht ganz unschuldig ist. Als wäre die Invasion noch nicht schlimm genug, zeigt sich bei Morgan der unangenehme Nebeneffekt von fehlgeschlagenen Neuromod-Tests: eine Amnesie.

Da steht ihr nun, alleine auf weiter Flur. Sehr weiter Flur sogar, denn die Talos I eröffnet euch eine weitläufige und verschachtelte Spielwelt, in der ihr weitestgehend selbst entscheiden könnt, was ihr als Nächstes macht. Gerade die ersten Spielstunden versprühen einen Charme, der manch einen wahrscheinlich an Half-Life erinnert. Ihr wisst schon: Wissenschaftler. Forschungsstation. Alien-Invasion. Rohrzange als Anfangswaffe. Danach mischen sich zunehmend aus Deus Ex oder System Shock bekannte Elemente hinzu. Von Beginn an offen zugänglich ist die Raumstation nämlich keineswegs. Viele Türen und Zugänge sind blockiert und mit PIN-Codes gesichert.

Ihr könnt also wahlweise die Umgebung nach Notizzetteln oder anderem Schriftverkehr bzw. Terminals nach E-Mails absuchen, um an die Codes zu gelangen, oder auffindbare bzw. herstellbare Neuromods in das Erlernen von Hacking-Fähigkeiten investieren. Ganz grobe und ungeduldige Naturen halten sich mit keinem dieser Möglichkeiten auf und machen aus Morgan einen Weltklasse-Gewichtheber, um mit großen schweren Objekten blockierte Alternativwege freizuräumen. Die Vielfalt an Lösungswegen, die Prey bietet, ist schlichtweg großartig. An einer Stelle versperren große Eisblöcke einen Wartungsschacht. Ist Morgan nicht kräftig genug, um die beiseite zu schaffen, hilft vielleicht ein Schuss gegen eine seitlich verlaufende Gasleitung, deren Feuersbrunst das Eis zum Schmelzen bringt. Umgekehrt können Umgebungsgefahren wie Elektrizität oder Brände mit der außergewöhnlichen Gloo-Wumme eingedämmt werden. Das Teil verschießt einen Hightech-Schaumstoff, mit dem sich auch wunderbar Behelfsleitern zu höher gelegenen Raumebenen an Wänden errichten lassen. Warum ist auf diese coole Idee vorher noch keiner gekommen?

Innovationslawine

Damit aber nicht genug der Kreativität, kommt bald ein Ausrüstungsteil hinzu, mit dem Typhons aus nächster Nähe erforscht werden können. Lebendig müssen sie leider sein, was die Sache verkompliziert. Aber dafür eröffnet sich eine Reihe von Psi-Fertigkeiten, die Morgans Leben erleichtern und die Qual der Wahl vergrößern, in was ihr die raren Neuromods investieren sollt. Da wäre etwa die Fähigkeit, sich in beliebige Gegenstände zu verwandeln und auf diese Weise (starke) Gegner zu umgehen oder sich als Kaffeetasse in einen mit lukrativen Vorräten vollgepackten Raum zu schmuggeln – die vergitterten Fenster können euch als Trinkgefäß nicht aufhalten!

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Daniel Boll

Prey-(Reboot)


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Daniel Boll am 08 Jun 2017 @ 22:30
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