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Destiny 2: Review

  Personal Computer 

Mit dem Sequel des Science-Fiction-Shooters Destiny kommen nun auch PC-Spieler auf ihre Kosten. Ob uns die Fortsetzung überzeugen konnte, zeigen wir euch in unserem Test.

Wählt euren Weg

Zunächst müssen wir uns für eine der drei verfügbaren Klassen entscheiden: Titan, Jäger oder Warlock. Während sich der Titan in erster Linie durch seine starke Verteidigung auszeichnet, punktet der Jäger mit seinem hohen Tempo. Der Warlock ist hingegen die richtige Wahl für alle Spieler, die sich einen mystischen Aspekt im Spiel wünschen.

Im darauffolgenden Charakterdesigner stehen uns drei Rassen zur Wahl, die jeweils in einer männlichen und weiblichen Variante gespielt werden können. Neben den gewöhnlichen Menschen gehören außerdem die Erwachten, deren Vorfahren im Weltall gelebt haben, sowie denkende Kampfmaschinen, genannt Exo, zur Auswahl. Der Charakterdesigner selbst bietet uns eine ausreichend große Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten, sodass uns verschiedene Kopfformen, Frisuren und Details wie Kriegsmale zur Verfügung stehen, mit denen wir unseren Kämpfer individualisieren können. Eine gute Nachricht für all diejenigen, die sich nicht entscheiden können: Ihr dürft später selbstverständlich weitere Charaktere erstellen, um die Eigenarten der drei Klassen kennenzulernen.

Die Erde ist verloren ...

Zu Beginn der Handlung werden wir Zeuge eines Angriffs von außerirdischen Invasoren auf die letzte Stadt der Erde. Sie haben es auf die große Energiequelle, genannt "Der Reisende", abgesehen und wollen sich dessen Macht zunutze machen. Wir schlüpfen in die Rolle eines Hüters und kämpfen uns durch die feindlichen Reihen, um den Angriff abzuwehren. Dabei führt uns unser Weg zum Beispiel über den großflächigen Hangar, wo wir es mit zahlreichen Feinden gleichzeitig zu tun bekommen, oder auch zu einem riesigen Energiegenerator, den es auszuschalten gilt. Doch egal, wie sehr wir uns bemühen, unsere Situation scheint sich nicht wirklich zu verbessern. So stehen wir am Ende des Prologs dem Anführer der Invasoren gegenüber, der auf den Namen Ghaul hört. Dieser fackelt nicht lange und macht kurzen Prozess mit unserem Hüter, den er von einer Plattform in einen riesigen Abgrund wirft.

Unser Schicksal scheint besiegelt, und doch erwachen wir zwei Tage später in den Straßen der brennenden Stadt, sichtlich gezeichnet von den bisherigen Ereignissen. Wir nehmen all unsere Kraft zusammen und schleppen uns durch die zerstörte Umgebung – auf der Suche nach Verbündeten, Antworten sowie einem Funken Hoffnung. Dieser ohnehin sehr emotionale Abschnitt des Spiels wird im Gegensatz zur regulären Ego-Perspektive in einer Third-Person-Ansicht präsentiert, was zum einen für Abwechslung im Setting sorgt und zum anderen die Möglichkeit bietet, die zerstörte Umgebung noch besser wahrzunehmen.

Zukunftsbombast at its best

Destiny 2 zieht uns von Beginn an in seinen Bann. Die dichte Atmosphäre, die uns bei den Ballereien durch die abwechslungsreichen Schauplätze begleitet, sorgt dafür, dass man sich zu jeder Zeit mitten im Geschehen befindet. Damit schafft der Shooter genau das, was beispielsweise Call of Duty: Infinite Warfare in einem ähnlich gearteten Setting nie zu 100 Prozent gelungen ist. Was Destiny 2 so viel intensiver wirken lässt, sind unter anderem die zahlreichen Wetter- und Umgebungseffekte. So ballern wir uns im einen Moment durch strömenden Regen und aufsteigenden Nebel und finden uns wenige Augenblicke später in brennenden Korridoren wieder, in denen die Hitze förmlich spürbar ist.  Auch das Feedback der Waffen, das gerade bei Nutzung eines Controllers und dessen Vibrationsfunktion sehr gut gelungen ist, ist ein weiterer Punkt, der uns stets das Gefühl gibt, das Spiel aus der ersten Reihe zu erleben. Die Vibrationen des Controllers kommen im Übrigen auch als unterstützendes Element zum Einsatz, wenn es darum geht, Explosionen, Donner und Ähnliches authentisch darzustellen. Grafisch überzeugen nicht nur die genannten Darstellungen von Rauch, Feuer oder Regen, sondern auch Wasseransammlungen wie Pfützen auf dem Boden oder auch Spiegelungen auf Waffen oder Rüstung.

Um die Atmosphäre noch weiter zu unterstreichen, setzt Destiny 2 auf hervorragend arrangierte, orchestrale Klangteppiche, die die Dramatik noch einmal deutlich intensivieren und für den einen oder anderen Gänsehautmoment sorgen. Diese überzeugen nicht nur durch ihre Intensität, sondern außerdem durch ihren wuchtigen, äußerst hochwertigen Sound. Gleiches gilt für die grandiosen Soundeffekte, die sowohl Details wie Schritte oder Wind und Wetter als auch eher unterschwellige Geräusche wie ein dezentes stetiges Grollen oder den eigenen Herzschlag in der Szene nach dem Prolog sehr stimmungsvoll wiedergeben.

Destiny 2
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Daniel Walter

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Daniel Walter am 10 Nov 2017 @ 16:40
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