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Metro: Exodus: Review

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Neue Erkenntnisse

Artjom und Anna kämpfen sich Schritt für Schritt durch die Schneemassen und begegnen kurze Zeit später einem Fahrzeug, in dem sie befreundete Truppen vermuten. Einige dumpfe Schläge auf die Köpfe später steht allerdings fest, dass in dem Wagen Mitglieder der Hanse, einer feindlichen Gruppierung, unterwegs sind, die die beiden Protagonisten kurzerhand als Gefangene in ihr Fahrzeug laden. Dies erweist sich allerdings gewissermaßen als Glücksfall, da sich dort weitere Festgenommene befinden, die allerdings nicht aus der Metro, sondern aus einem entfernten Dorf stammen, sodass Artjom endlich Beweise dafür hat, dass auch außerhalb der U-Bahn-Schächte Leben möglich ist. Bei seiner späteren Flucht aus dem Lager der Hanse deckt das Ehepaar weitere brisante Informationen auf, die das bisherige Leben der Metro-Bewohner in einem völlig neuen Licht zeigt und für immer verändert.

Um Spoiler zu vermeiden, möchten wir euch an dieser Stelle allerdings weitere Story-Details vorenthalten. So viel sei verraten: Die Ereignisse in der Hanse-Einrichtung zwingen Artjom und Anna sowie ihre gesamte Gruppe dazu, die russische Hauptstadt zu verlassen, sodass wir uns auf eine lange Reise außerhalb der Metro begeben. Diese führt uns unter anderem in sumpfige Gebiete entlang der Wolga oder auch in die heißen Wüstenregionen des Landes, sodass für ein abwechslungsreiches Setting gesorgt ist. Horrorfans kommen bei der Reise durch Russland auch nicht zu kurz und können sich beispielsweise auf ein Kannibalenlager freuen, in dem irre Menschenfresser, gehäutete Körper und eine Schlachthaus-artige Szenerie auf uns warten. Die verschiedenen Abschnitte des Spiels sind manchmal linear gehalten, etwa im erwähnten Lager der Kannibalen. Doch auch offene Areale, die wir komplett frei begehen können, wurden eingebaut. So ist die Umgebung am Ufer der Wolga beispielsweise recht weitläufig und kann von uns erkundet werden. Bei den Missionen sind wir nicht immer allein unterwegs, sondern können hin und wieder auf die Unterstützung von KI-Mitstreitern zurückgreifen, die sich im Kampf als überraschend effektiv herausstellen.

Mal laut, mal leise

Metro: Exodus liefert uns sehr gut umgesetzte Ego-Shooter-Action, mit wuchtigen Waffen, realistischem Handling und einem überzeugenden Treffer-Feedback. Die zu Beginn gewählte Schwierigkeitsstufe hat übrigens nicht nur Auswirkungen auf die Gegnerstärke, sondern auch auf die Menge an Munition, die wir in der Welt entdecken. Dadurch können wir bei einem höheren Level nicht nach Lust und Laune drauflos ballern, sondern sollten uns jeden Schuss gut überlegen. Aber auch abseits der Gefechte kann das Endzeitspiel überzeugen, beispielsweise mit modern inszenierten Schleichpassagen, bei denen wir uns zwar im klassischen Sinne geduckt von Deckung zu Deckung bewegen, aber auch für passende Rahmenbedingungen sorgen müssen, indem wir beispielsweise Lichtquellen ausschalten oder mit bewusst kreiertem Lärm für Ablenkung sorgen.

Bei den Stealth-Passagen kommt uns eine Mechanik aus guten alten Thief-Zeiten zu Hilfe: die Sichtbarkeitsanzeige. Außerdem haben wir wie gewohnt die Chance, unachtsame Gegner lautlos von hinten auszuschalten, um die erregte Aufmerksamkeit so gering wie möglich zu halten. Für leise Angriffe stehen zudem Wurfmesser und schallgedämpfte Waffen zur Verfügung. Außerdem können wir auf Sturmgewehre, Schrotflinten und Luftgewehre oder auch auf Granaten zurückgreifen, um unseren Gegnern zuzusetzen. Besonders gelungen ist die Verschmutzung der Waffen, die bei Benutzung stetig zunimmt und dafür sorgt, dass die Werte der Schießeisen sinken. Erst nach einer Reinigung an einer Werkbank funktionieren die Gewehre und Pistolen wieder tadellos. Hier können außerdem Upgrades vorgenommen, die Atemmaske repariert oder die Munitionsreserven aufgestockt werden. Vorausgesetzt, wir haben entsprechend viele Materialien aufgesammelt.

Grafisch nicht nur Licht

In Sachen Grafik liefert Metro: Exodus eine glaubhaft inszenierte postapokalyptische Spielwelt, die sehr abwechslungsreich ausgefallen ist. So warten unter anderem beklemmend enge, verwilderte U-Bahn-Schächte, von Trümmern übersäte und von Schnee bedeckte Straßen oder auch überraschend grüne Abschnitte und Wüstenregionen auf uns. Außerdem erkunden wir Ruinen zerstörter Häuser oder kämpfen uns durch die Lager und Quartiere diverser feindlicher Gruppierungen. Diese wurden mit viel Liebe zum Detail eingerichtet, sodass wir dort zahlreiche Gegenstände, Lichtquellen oder auch Beschilderungen entdecken können, die die Welt glaubhaft und realistisch machen. Spiegelungen auf metallischen Oberflächen oder auf Wasser sehen ebenso überzeugend aus wie die einzelnen Elemente der Kleidungsstücke. Des Weiteren können sich die Schattenwürfe, der Sonneneinfall und kleine sichtbare Partikel in der Luft sehen lassen.

Metro: Exodus
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Daniel Walter am 20 Feb 2019 @ 15:45
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