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Metro: Exodus: Review

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Die Bewegung der Figuren wirkt hingegen teils etwas ungelenk und klobig. Außerdem sind die Gesichtszüge nicht immer überzeugend, da ihnen trotz erkennbarer Details oftmals einfach ein wenig Leben fehlt. Auffällig ist auch, dass wir leider keine erkennbaren Spuren im Schnee hinterlassen, sodass die Verschmelzung von Figur und Spielwelt noch etwas besser hätte gelöst werden können. Wenn man sich für ein solches Setting entscheidet, gehören eben Details wie glaubhafte Schneespuren dazu, die hier aber ausbleiben.

Ein großes Lob müssen wir den Komponisten aussprechen, die jede Situation passend untermalt haben. Besonders überzeugen konnten uns die rohen düsteren Industrialklänge mit stampfenden Beats und harten Gitarrenriffs, die bei den Kampfszenen die nötige Stimmung kreieren.

Mehr Natürlichkeit, bitte

Insgesamt gibt es an Metro: Exodus wenig zu kritisieren. Gerade das Gameplay weiß definitiv zu begeistern. Es sind, ergänzend zu den erwähnten grafischen Aspekten, eher die Abschnitte abseits der Action, die sich nicht so ganz einfügen wollen. Die Sequenzen wirken beispielsweise häufig etwas gestellt. Dies liegt unter anderem an der deutschen Synchronisation, die auf der einen Seite oft zu emotionslos, in anderen Momenten hingegen wieder viel zu übertrieben enthusiastisch ausfällt und daher einfach nicht ganz natürlich wirkt. Dies wird durch die nicht immer gewährleistete Lippensynchronität noch zusätzlich unterstrichen.

Außerdem warten im Spielverlauf einige Actionsequenzen auf uns, in denen wir Kampfszenen lediglich beobachten, nicht aber direkt eingreifen können. Diese Passagen schreien förmlich nach kurzen Quick-Time-Events, die es uns ermöglichen, Einfluss zu nehmen. Stattdessen bleiben wir aber fast immer stiller Beobachter. Lediglich wenige Momente, in denen wiederholt die X-Taste gedrückt werden muss, sind vorhanden. Hinzu kommen kleinere Logikfehler, die immer wieder für Lacher sorgen. So werden wir zum Beispiel jedes Mal wie der Messias gefeiert, wenn wir in unsere Basis zurückkehren, auch wenn wir gefühlt nur fünf Minuten unterwegs waren. Unsere Mitstreiter haben offenbar das Bedürfnis, uns für jede noch so kleine Aktion mit Lob zu überhäufen. Auch beim Ausschalten feindlicher Stellungen mussten wir gelegentlich schmunzeln, da sich die gegnerischen Truppen manchmal schon ergeben, obwohl sie noch deutlich in der Überzahl sind.

Metro: Exodus
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Daniel Walter am 20 Feb 2019 @ 15:45
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