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Metro: Exodus: Review

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Lange haben wir auf einen neuen Teil der Metro-Reihe gewartet, den Deep Silver mit Metro: Exodus nun endlich liefert. Ob uns der Ausflug in die russische Post-Apokalypse gefallen hat, verraten wir euch im Test.

Wir sind allein, oder nicht?

Nachdem wir uns für einen von vier Schwierigkeitsgraden entschieden haben, bei denen Spieler, die sich lediglich für die Story interessieren, ebenso auf ihre Kosten kommen wie diejenigen, die es gern anspruchsvoll mögen, bringt uns Metro: Exodus im Rahmen einer kurzen Sequenz den geschichtlichen Hintergrund näher. Wir erfahren, dass der Krieg an der Oberfläche Milliarden von Menschen das Leben gekostet und dass es nur ein Bruchteil in den Untergrund geschafft hat, um dort ein neues Leben anzufangen. Der ursprüngliche Lebensraum der Menschheit ist aufgrund der dort vorherrschenden radioaktiven Strahlung nicht mehr als solcher nutzbar, sodass die Überlebenden vorerst dazu verdammt sind, die Schächte der Metro zu bewohnen. Aber auch im Untergrund bleibt das Zusammenleben auf Dauer nicht friedlich, sodass sich hier ebenso Konflikte und Kämpfe anbahnen. Was bleibt, ist die Hoffnung, dass es an der Oberfläche doch noch Überbleibsel der Zivilisation zu entdecken gibt, die eine Rückkehr in die alte Welt ermöglichen.

Mit dem Kopf durch die Wand

In Metro: Exodus schlüpfen wir in die Rolle von Artjom, der sich nach einem Erkundungstrip an der Oberfläche wieder durch die Gänge der Metro zurück zur Basis kämpft. Dabei warten erste Gegner wie mutierte Ratten oder Spinnen auf uns. Sofort wird klar: Das Spiel geizt nicht mit einer gruseligen Grundstimmung. "Jump Scares" lauern immer wieder auf uns. Neben der allgegenwärtigen Dunkelheit, die nur von wenigen Sonnenstrahlen sowie vom wackeligen Licht der Taschenlampe oder des Feuerzeugs durchbrochen wird, sind es die unheimlichen, mit starkem Hall unterlegten Grunzlaute und Schreie der Kreaturen, die für ein anhaltendes Unbehagen innerhalb des Untergrundes sorgen. Nachdem wir die ersten dunklen Winkel hinter uns gelassen haben, wird Artjom von einem ganzen Rudel mutierter rattenähnlicher Viecher attackiert – glücklicherweise eilen ihm einige Freunde zu Hilfe, die die Angreifer ausschalten und so für eine sichere Heimkehr des Verletzten sorgen.

Als Artjom nach seiner Behandlung wieder zu sich kommt, erwartet ihn statt eines freundlichen Empfangskomitees eine Standpauke seiner Frau sowie seines Schwiegervaters, bei dem es sich um den Oberst und Anführer der Gruppe handelt. Offenbar ist Artjom einer der letzten, der der festen Überzeugung ist, dass es außerhalb der unterirdischen Anlage noch Leben gibt. Daher begibt er sich immer wieder auf lebensgefährliche Missionen, die ihn an die verstrahlte Oberfläche führen – wohlgemerkt ohne entsprechende Anweisung oder Erlaubnis.  

Holt die Winterjacke raus

Entgegen der strikten Anweisung des Obersts befindet sich unser Held schon eine Woche später wieder an der Oberfläche und auf der Suche nach einem Signal, das einen Hinweis auf Überlebende außerhalb der Metro liefert. Dieses Mal konnte er offenbar seine Frau überreden, ihn zu begleiten, sodass Artjom und Anna gemeinsam im verstrahlten, schneebedeckten Moskau unterwegs sind. Auch hier muss man Metro: Exodus ein Lob aussprechen, denn genau wie im Inneren der Metro ist auch an der Oberfläche für eine eindringliche Stimmung gesorgt. So sind das Pfeifen des Windes sowie der Schneeregen, der uns ins Gesicht peitscht, dermaßen präsent, dass der Blick direkt an die Garderobe zur wärmenden Winterjacke wandert. Gerade das eingeschränkte Sichtfeld, das durch den Niederschlag und den Nebel kreiert wird, ist sehr gut umgesetzt und sorgt für eine äußerst realistische Wahrnehmung.

Diese wird durch kleine Details wie die Tatsache, dass wir unsere Schutzbrille bei Bedarf mit dem Ärmel sauber wischen können, noch zusätzlich herausgearbeitet. Gleiches gilt für die Schutzbrille selbst, die sich bei Beschädigung notdürftig zusammenflicken lässt, sodass wir es unversehrt ins nächste Gebäude schaffen können. Eine Mechanik, die für eine zusätzliche Herausforderung sorgt, ist der Einsatz der Filter in der Atemmaske. Diese reichen nur für einen gewissen Zeitraum, der sich übrigens auf unserer Uhr ablesen lässt. Ist die Zeit kurz vor dem Ablaufen, muss der Filter ausgetauscht werden. Daher ist es erforderlich, die Inventare der besiegten Gegner oder auch die Schränke und Schubladen innerhalb der Spielwelt zu leeren, damit wir stets über ausreichend Filter verfügen.

Metro: Exodus
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Daniel Walter

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Daniel Walter am 20 Feb 2019 @ 15:45
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