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Fable - The Lost Chapters: Review

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Knüppeln, nicht denken

Monster metzelt ihr recht actionlastig via Hack´n´Slay, während präzises Schiessen mit dem Bogen schon etwas mehr Geduld und Nerven erfordert. Das ist im Eifer der etlichen Gefechte auch gar nicht so einfach. So mancher Zauberspruch, egal ob Feuerball, Eisregen, Zeitbremse oder Feuersturm, lässt sich gar nicht so schnell ausführen, wie Monster aufs Schlachtfeld drängen. Gut und schnell voran kommen - wie in fast jedem Rollenspiel - Schwert- oder Axtkämpfer. Die Kombination von allen Fähigkeiten ist oft sinnvoll, vor allem aber auch gut möglich. Denn wer alle Fähigkeiten ständig benutzt, bekommt auch Skillpunkte zwecks Ausbau dieser Attribute. Spielstufen einer Figur gibt es nicht, sondern nur Erfahrungspunkte und Attribute. Mischklassen erzielen in diesem Spiel also die grössten Erfolge. Anders als in so manchem AD&D-RPG.

Die angesprochenen Probleme mit der Bedienung äussern sich so: Einige Tasten sind doppelt mit Funktionen belegt. Nach erfolgreicher Schlagkombination etwa lädt sich ein Superangriff auf, der durch Drücken der rechten Maustaste auszuführen ist. Dumm nur, wenn ihr mit der gleichen Maustaste zum Sprint ansetzt, weil ihr euren Gegnern hinterher jagt (oder vor ihnen fortlauft), und damit einen Powerangriff versiebt. Sowieso gibt´s in stressigen Situationen Knoten in den Fingern. Mittels Leertaste fixiert ihr ein Ziel an, erkennbar an roten Style-Elementen. Wer nicht schnell und akkurat genug arbeitet, erwischt schon mal einen Passanten. Nicht gut. Steht ihr dann fünf bis zehn Untoten gegenüber, bleibt kaum noch Zeit zum Zaubern oder für Distanzangriffe mit der Armbrust. Zauber lassen sich zwar sonst komfortabel bei gehaltener Shift-Taste und mit dem Mausrad auswählen, bis die aber gewirkt sind, vergeht Zeit. Zeit, in der ihr meistens übel von Gegnern getroffen werdet. Das macht in der Regel aber nicht sonderlich viel aus: Im Spiel liegen so viele Wiederbelebungstränke und Heilsäfte verstreut, dass Sterben zur Ausnahme wird.

Fable als reines Hack' n´Slay abzustempeln, wäre allerdings diffamierend. Zahlreiche spielerische Möglichkeiten werden euch geboten und immer wieder faszinierend in das doch so lineare Gameplay variierend integriert. Das Spielen mit Gut und Böse, das Lechzen nach alternativen Sequenzen (vor allem am Ende des Spiels), machen verteufelt viel Spass.

Selbst das Zuschauen bereitet optische Freuden. Euch wird nie langweilig sein, da hier Quest auf Quest folgt, ohne grossartig unter Pausen oder zu langen Levelstrecken zu leiden. Denn auf grafischer Ebene zieht Fable so einiges aus dem Zauberhut. Auf den ersten Blick wirkt das Ganze wie ein World of Warcraft-Klon. Alles so schön bunt, etwas klotzig die Figuren und herrlichste Glüheffekte umgeben das Schauspiel. Hach, so sehen Märchenlandschaften in Kinderträumen aus. Keine übertriebenen Hardware-Anforderungen trüben die Laune und auch animationstechnisch geht alles durch sanfte Kurven. Schön. Aber bitte auch hinhören, denn die musikalische Untermalung, teils sanft instrumental, teils orchestralisch mit Sakralgesang bestückt, passt wunderbar in diese Welt aus Schwarz und Weiss, und den 64000 anderen Farben, in die Schwarz und Weiss getaucht sind. Zwar sind die Gebietsabschnitte stets relativ klein gehalten, doch bieten sie konzentriertes Spielmaterial schön verpackt auf kleinstem Raum. Da verzeiht man gerne die Ladezeiten zwischen den Wegpunkten. Fehler waren kaum aufzuspüren. Höchstens mal ein paar Kisten, die mit leichtem Texturenflimmern in andere Kisten hinein ragten. Das war´s aber auch schon, was die Nase eines Kritikers finden kann.

Fable - The Lost Chapters
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Thomas Richter am 07 Okt 2005 @ 23:06
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