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Quake 4: Review

  Personal Computer 


Eine wahrhaftige Eliteeinheit

Nun könnte man als langjähriger Fan von Shootern meinen, dass unser Rhino Squad lediglich als logischer Ausgangspunkt einer Geschichte dienen soll. Einen einzelnen Marine schicken wäre dumm, also wird eine ganze Einheit losgeschickt, die bei der Landung jedoch fast vollständig ausgerottet wird. Es freut euch vielleicht zu hören, dass Quake 4 mit diesem Thema vollkommen anders umgeht. Die Invasionsstreitkraft der Erde besteht aus vielen verschiedenen Eliteeinheiten, die allesamt am selben Strang ziehen. Da wären zum Beispiel neben den Rhinos noch die Ravens, die Wolfs und viele weitere. Anders als erwartet wird hier jedoch keines der Teams direkt verheizt. Stattdessen habt ihr quasi bis zum Ende immer mal wieder Leute aus eurer Einheit dabei.

So erinnert das Spiel teilweise an eine Mischung aus Quake und Medal of Honor. Besonders zu Beginn des Spiels, wenn ihr einige organisatorische Aufgaben erledigen müsst. So sitzt zum Beispiel in einer dunklen Ecke ein schwer verwundeter Soldat, umgeben von einer Hand voll Kollegen, die auf ihn aufpassen. Leider kann er seine Beine nicht bewegen, also muss ein Arzt her. Moment, an so einem seid ihr doch vorhin noch vorbeigelaufen? Also zurück zum Doc und zusehen, dass dieser heile beim verwundeten Soldaten ankommt. Die ganze Zeit über scheppert es in der Umgebung, es rumpelt und donnert quer durch die Gänge.

Erst nach einiger Zeit ist das Rhino Squad wirklich vereint. Die Jungs sind allerdings nie alle zusammen mit euch unterwegs. Der Trupp wird regelmässig aufgeteilt und zu unterschiedlichen Zielpunkten geordert. Während einige Teile der Einheit also technische Aufgaben bewältigen, seid ihr eher für die zerstörerischen oder beschützenden Einsätze verantwortlich. Besonders praktisch ist so ein Squad immer dann, wenn ihr beispielsweise einen Mechaniker und einen Arzt mit dabei habt. Der Doc kann euch nämlich immer wieder heilen, während sich der Mechaniker um eure Panzerung kümmert. Seht also tunlichst zu, dass die Kollegen möglichst lange an eurer Seite bleiben.

Generell ist die KI der Kollegen sehr brauchbar. Zu keiner Zeit stehen euch die Jungs im Weg oder laufen von sich aus freiwillig ins Verderben. Sie kleben euch allerdings sehr treu am Hintern, was für die Jungs sehr ungesund sein kann, wenn ihr zu ungestüm voranschreitet und ihnen somit keine Möglichkeit zur Deckungssuche gebt. Leider ist es auch nicht möglich, die Kollegen für kurze Zeit an einem Punkt stehen zu lassen, da ihr keinerlei Befehlsgewalt über die Soldaten habt. Dafür können euch die Jungs durchaus hin und wieder das Leben retten, denn einige der Marines schiessen verdammt gut. Besonders grosse Gegner können mit geballter Feuerkraft wesentlich leichter besiegt werden.

Besonders praktisch ist jedoch, dass folgende Soldaten stets in dieselbe Richtung wie ihr schauen. Das klingt zunächst zwar ziemlich unspektakulär und unwichtig, hat spielerisch jedoch durchaus einen positiven Nebeneffekt. Viele Areale von Quake 4 sind nämlich ziemlich düster und erfordern den Einsatz einer Taschenlampe. Hier hat Raven übrigens stark auf die Beschwerden der Doom III-Spieler gehört, denn die Lampe ist nun an den Waffen befestigt. Zumindest an der Pistole und dem Maschinengewehr. Strogg-Waffen haben leider keine montierte Taschenlampe, was aber durchaus logisch zu sein scheint. Nun kann es allerdings durchaus vorkommen, dass ihr für einige Gegner gerne eine stärkere Wumme benutzen möchtet. Kein Problem, denn selbst ohne eigene Lampe könnt ihr, dank euren Teamkollegen, hervorragend sehen. Schaut euch einfach um, die Lichtkegel der Marines werden euren Blicken stets folgen.

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Benjamin Boerner am 27 Okt 2005 @ 14:50
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