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Quake 4: Review

  Personal Computer 


Leid, Schmerz und Horror

Eines sollte klar sein: Quake 4 gehört auf keinen Fall in Kinderhände! Das Spiel geizt nicht gerade mit Blut und sehr morbiden Szenen. Vor allem aber geht es mit der Thematik deutlich besser um, als dies bei Doom III letztes Jahr der Fall war. Anstatt einfach hinter jeder Tür ein Monster hervorspringen zu lassen oder einen Gegner direkt hinter dem Spieler in den Level zu spawnen, nutzt Quake 4 vielmehr die Geschichte und die Eigenarten der Alienrasse aus. Falls ihr noch nie von den Strogg gehört haben solltet: diese feindseligen Kreaturen erinnern sehr stark an die Borg aus Star Trek. Sie überfallen andere Planeten nicht wegen den natürlichen Ressourcen, zumindest nicht im eigentlichen Sinne. Für sie sind die dort ansässigen Lebensformen interessant, die später zerstückelt und mit Metallteilen versetzt werden, um neue Strogg zu bilden.

Je tiefer ihr in die Welt der Aliens vordringt, desto organischer wird vieles um euch herum. Besonders im mittleren Abschnitt des Spiels haltet ihr euch viel in Arealen auf, die selbst zu leben scheinen. Überall hängt organische Materie rum, die bei Beschuss sogar zusammenzuckt, woraufhin ein ferner, aber lauter Aufschrei zu hören ist. Richtig übel wird es in der Abteilung zur biologischen Verarbeitung. Teile von toten Wesen liegen überall in der Gegend herum, aus Blutlachen erheben sich neue Gegner und vergiften euch und grosse Schaufeln sorgen dafür, dass sterbliche Überreste und Blut direkt im nächsten Schredder landen.

Egal wohin ihr schaut, der Horror wird bei Quake 4 sehr direkt und überhaupt nicht subtil eingesetzt. Während aktuelle Konkurrenztitel eher auf eine gruselige Atmosphäre mit gelegentlichen Schockmomenten setzen, beschreitet Quake 4 lieber den Weg der Grausamkeiten. Anstatt eines Mystery-Thrillers habt ihr hier ein einen Splatterfilm. Wobei dies erstaunlich wenig auf die Gegner zutrifft. Während die Umgebungen vor Grausamkeiten geradezu strotzen, werden Gegner eher selten wirklich zerfetzt. Dazu bedarf es dann schon der aufgemotzten Railgun.

Pimp my Gun

Apropos Waffen und aufmotzen: Damit ihr euch stets gegen die Bedrohungen wehren könnt, stellt euch Raven ein Arsenal von zehn Ballermännern zur Seite. Neben der Pistole und dem MG gibt es noch den Hyperblaster, einen Granatwerfer, den obligatorischen Raketenwerfer, die Railgun als Klassiker und auch die Nailgun ist wieder mit dabei. Alle Waffen machen einen ordentlichen Bumms und sorgen für viel Spass. Mit dem MG könnt ihr beispielsweise auch zoomen, wobei in diesem Modus dann nur noch Einzelschüsse abgefeuert werden. Zwar reicht ein einzelner MG-Headshot nie zum Ausschalten eines Gegners, doch damit lassen sich recht gut mehrere gut gesetzte Headshots hintereinander platzieren.

In Quake 4 werden eure Waffen nach einiger Zeit sogar weiter aufgerüstet. Immer wieder findet ein Mechaniker neue Technologie und schraubt diese, freundlich wie er ist, an eure Waffe dran. Damit wird die Railgun stärker, die Shotgun kann schneller nachgeladen werden oder das MG bekommt ein grösseres Magazin spendiert. Ein absolutes Highlight ist jedoch die aufgemotzte Nailgun. Damit könnt ihr dank dem zweiten Feuermodus einen Gegner anvisieren, woraufhin die Geschosse dann zielsuchend funktionieren. Auf diese Weise könnt ihr schwer gepanzerte Gegner sogar um Ecken herum gezielt ausschalten. Genial!

Quake 4
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Benjamin Boerner am 27 Okt 2005 @ 14:50
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