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Quake 4: Review

  Personal Computer 


Der Mehrspielermodus

So ganz hat Raven die Fans der Mehrspielerschlachten zum Glück nicht vergessen, auch wenn das Hauptaugenmerk bei Quake 4 klar auf dem Einzelspielermodus liegt und die Spieler hier doch einige Abstriche machen müssen. Anstatt neue Modi oder Fahrzeuge einzubauen, wurde im Grunde genommen das alte Quake III ordentlich aufgemotzt und als Bonus beim Vierer mitgeliefert. Als Spielmodi stehen euch lediglich Deathmatch, Team Deathmatch, Tournament, Capture the Flag oder Arena Capture the Flag zur Verfügung. Die ersten beiden Spielmodi sind ohnehin schon seit Urzeiten bekannt: In einem Areal kämpft entweder jeder gegen jeden oder zwei Teams treten gegeneinander an.

Der Tournament-Modus stellt ein simples 1-gegen-1-Turnier dar, bei dem der Gewinner jeweils in die nächste Runde fortschreiten kann. Verlierer haben dann die Möglichkeit, sich andere Spiele als Zuschauer anzusehen. Bei Capture the Flag geht es, wie seit Jahren, darum, die Flagge des Gegners in die eigene Basis zu holen und dafür zu sorgen, dass die eigene Flagge auch brav dort bleibt. Für gestohlene Flaggen gibt es schliesslich Punkte, wobei am Ende das Team gewinnt, welches die gewünschte Anzahl an gestohlenen Flaggen zuerst erreicht. Bei Arena Capture the Flag funktioniert das Spiel prinzipiell genauso, allerdings werden die Arenen mit Bonusgegenständen versehen. Diese lassen euch entweder schneller laufen, stellen eure Energie und Rüstung wieder her, verdoppeln den entstehenden Schaden oder sorgen dafür, dass sich eure Munition stets regeneriert. Diese Power-Ups bleiben solange im Besitz eines Spielers, bis dieser erschossen wird. Erst dann wird wieder ein neues gespawnt.

Inhaltlich hat sich also praktisch nichts getan. Immerhin funktioniert der Modus sehr gut und auch der interne Serverbrowser ist zu gebrauchen. Die Server lassen sich ausreichend sortieren und ein Pop-up-Fenster zeigt an, wer auf dem Server drauf ist, welche Map gespielt wird und so weiter. Insgesamt stellt sich jedoch wirklich die Frage, ob sich der Kauf dafür lohnt. Immerhin lässt sich der Mehrspielermodus als grafisch aufgebohrte Variante von Quake III bezeichnen. Dazu kommen natürlich die deutlich gestiegenen Hardwareanforderungen im Vergleich zum Vorgänger.

Die Technik

Wieder einmal zeigt Raven Software, dass in einer id-Engine weit mehr drinsteckt, als id Software selber bis dato gezeigt hat. So hatte Doom III eine tolle Engine mit vielen Licht-und-Schatten-Effekten, doch waren die Umgebungen meistens zu dunkel, als dass man wirklich viel hätte erkennen können. Quake 4 ist in dieser Hinsicht zum Glück deutlich heller. Zwar gibt es auch hier etliche sehr dunkle Stellen, bei denen eine Taschenlampe nützlich ist, doch die anderen Bereiche sind dafür umso schöner ausgeleuchtet. So setzt Raven beispielsweise auch auf deutlich mehr Abwechslung bei den Farben. Anstatt fast ausschliesslich dunkle Farbtöne zu benutzen, gibt es hier auch häufiger mal blaues oder grünes Licht. Generell sind viele Bereiche der Strogg-Basis in orangen und braunen Tönen gehalten. Kurzum: ihr habt viel mehr von den wirklich fantasievollen Umgebungen.

Vor allem jedoch zeigt der Trupp aus Wisconsin, dass die Doom III-Engine sehr wohl auch Aussenareale darstellen kann. Die Fahrzeugmissionen sind dadurch sehr interessant und weitläufig. Generell sind die Levels in Quake 4 sehr gross ausgefallen. Ladeschirme tauchen nur sehr selten auf und sind meistens auch sehr kurz. Lediglich beim ersten Laden müsst ihr mit bis zu einer Minute rechnen. Ab da dauert es nur etwa fünfzehn Sekunden, bis der nächste Abschnitt auf dem Bildschirm erscheint. Auch Quicksave und Quickload arbeiten extrem zügig.

Beim Sound geht der Spass dann erst so richtig los. Besonders am Anfang, während der Invasionsphase, rummst es aus allen Rohren. Weiter entfernte Geräusche werden gedämpft wiedergegeben, klingen aber dennoch kräftig und zerstörerisch. Auch die Sounds der Strogg sind sehr gut gelungen. Für die eigenen Teamkollegen wurden sogar professionelle Schauspieler wie Peter Stormare (Constantine, Bad Boys 2, Minority Report) oder Charles Napier (Austin Powers, Das Schweigen der Lämmer) engagiert. Wer hier die Boxen nicht voll aufdreht, der ist selbst Schuld!

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Benjamin Boerner am 27 Okt 2005 @ 14:50
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