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Quake 4: Review

 
Hersteller: Raven Software
Publisher: Activision Blizzard
Genre: Action: 3D-Shooter
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
PEGI: 18+ Bad Language Violence
Spieler: 16
Weitere Infos: Game-Facts zu Quake 4

Fazit von Benjamin Boerner

Quake 4 scheint die Geister zu spalten, wie schon lange kein Shooter zuvor. Manche beschweren sich, dass der Titel zu wenige Innovationen böte, die Gegner zu dumm seien und das Gameplay zu linear wäre. Andere hingegen freuen sich, dass sie endlich mal wieder ordentlich drauflos ballern können, ohne dabei ständig an irgendwelchen Rätseln knabbern oder Wege suchen zu müssen. Technisch ist Quake 4 auf alle Fälle über jeden Zweifel erhaben. Das Team von Raven Software zeigt, dass die Doom III-Engine auch in helleren Arealen und sogar unter freiem Himmel gut aussehen kann. Zwar sind einige Hintergründe ein wenig zu deutlich einfach hingemalt, doch selbst das ist eine deutliche Steigerung zu den Aussenszenen in Doom III.

Ob euch Quake 4 nun gefällt oder nicht liegt zum Grossteil daran, was ihr euch von diesem Spiel erhofft. Ich vergleiche das Game gerne mit einem guten alten Film von Arnold Schwarzenegger: nicht sonderlich realistisch, nicht sonderlich intelligent und nicht sonderlich anspruchsvoll, dafür aber immer verdammt spektakulär, optisch opulent in Szene gesetzt und mit einem wahnwitzigen Tempo an Action und Explosionen. Falls euch genau diese Zutaten zusagen, ist Quake 4 der ideale Titel für euch. Wenn ihr euch jedoch lieber clevere Gegner und taktischen Tiefgang wünscht, dann seid ihr hier komplett an der falschen Stelle.

Ein wenig enttäuschend ist allerdings der Mehrspielermodus. Dieser ist eigentlich von vorne bis hinten eine Neuauflage von Quake II und III. Sogar die Maps werden jedem Spieler bereits bekannt vorkommen. Hier stellt sich die Frage, wer bei derart gestiegenen Hardwareanforderungen eine Kopie in Kauf nehmen möchte. Natürlich sieht das Spiel nun deutlich besser aus, doch eSport-Profis sind nicht unbedingt dafür bekannt, ihre Spiele immer mit der besten grafischen Qualität zu spielen. Vielen dürfte daher der Vorgänger vollkommen ausreichen.

Langes Fazit, kurzer Sinn: Quake-Fans, Actionfreaks und generelle Liebhaber von First-Person-Shootern sollten unbedingt zugreifen, denn zu keinem Zeitpunkt kommt Langeweile auf. Taktikliebhaber und Innovationsfans sollten sich den Kauf gut überlegen, denn die Action in Quake 4 ist "mitten ins Gesicht". Wer gehofft hat, dass der Titel frischen Wind in die Mehrspielerlandschaft bringt, der kann getrost einen Bogen darum machen. Für mich ist Quake 4 auf alle Fälle in allen Belangen besser als Doom III!

Bedenkt bitte, dass es sich bei der hier getesteten Fassung um die ungekürzte englischsprachige Version handelt.

Fazit von Alexander Boedeker

Allen Unkenrufen zum Trotz, mir hat Quake 4 Spass gemacht. Zwar hat das Spiel ungefähr in der Mitte einen kleinen Durchhänger, dennoch wird es zum Ende hin noch einmal so spannend wie am Anfang. Zudem sorgt die verbesserte Doom-Engine für einige ?Aha-Erlebnisse?, kleine Schocker wurden ebenfalls integriert, dennoch spielt sich Quake IV nicht so Angst einflössend wie Doom 3, da man oftmals in einem Team unterwegs ist. Nicht so gut gefallen haben mir die Fahrzeug-Missionen, die Steuerung ist zu schwammig ausgefallen. Dennoch, alte Quake-Haudegen und Neulinge werden sicherlich mit Quake IV ihre Freude haben.

Da die englische Version von Quake IV mittlerweile in Deutschland indiziert wurde, hat Activision geschickt schnell eine entschärfte Fassung auf den Markt geworfen. Die gekürzte Version hat eine Altersfreigabe von ?Ab 16 Jahren? erhalten, sämtliche brutale Zwischensequenzen wurden entfernt, zudem lösen sich die Gegner in einem grünen Etwas auf. Blut gibt es nicht. Während man mit diesen Einschränkungen recht gut leben kann, ist es völlig unverzeihlich, dass die deutsche Version im Multiplayer mit der englischen Fassung nicht kompatibel ist ? so etwas darf einfach nicht sein!

Review Lesen - Seite 1

Pro: Contra:
+ Spitzengrafik
+ Grandioser Sound
+ Rasante Action
+ Zerstörerisches Waffenarsenal
+ Coole Teamkameraden, die nicht sofort abkratzen
+ Waffen werden aufgerüstet
+ Mehr Physikeinsatz als in Doom III
+ Taschenlampe auf Waffen montiert
- Mit 9 Stunden Spieldauer relativ kurz
- Nicht die intelligentesten Gegner
- Mehrspielermodus nur eine Neuauflage von Quake III
- Levels sehen sich gegen Ende relativ ähnlich

Gesamtwertung:  
GBase Score:
8.5
Herausforderung: Mässig
Geeignet für Gelegenheitsspieler
Spieldauer: 5 - 10 Std.
Abwechslung: Hoch
Atmosphäre: Sehr gut
Langzeitmotivation: Gut
Bedienung: Komfortabel
Preis/Leistung: Gut
Multiplayer: Gut

Quake 4
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Benjamin Boerner am 27 Okt 2005 @ 14:50
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