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Der Pate: Review

  Personal Computer 

Die Fahrsequenzen sind eher durchwachsen und sehr arcademässig gestaltet worden. Nicht ein Hauch von Simulationseinfluss ist zu spüren - es fehlt ja sogar ein Tachometer. Entsprechend wenig macht es Laune, die Stadt aus reinem Interesse zu erkunden. Wie übersteuerte Seifenkisten auf Schneebahnen fahren sich die Wagen, allerdings immer noch so ordentlich, das man sie gut unter Kontrolle halten kann. Objekte, wie Haltestellen, Laternen oder Verkaufsstände, könnt ihr zwar plattfahren, jedoch reagieren die Dinger nur rudimentär auf Zusammenstösse - ein lautes Geräusch ertönt, ein wenig Dreck wirbelt auf und die Objekte verschwinden von der Bildfläche. Von einem Physikmodell kann jedenfalls keine Rede sein. Schade, denn wie spassig ist es doch im fast vier Jahre älteren und thematisch verwandten Mafia: The City of Lost Heaven, mit vollem Tempo etwa durch Telefonzellen zu rasen und die Einzelteile selbiger physikalisch korrekt in der Umgebung zu verteilen.

Auch die Verfolungsjagden in Der Pate wollen mangels Möglichkeit, aus dem Seitenfenster schiessen zu können, nicht so recht überzeugen. Verkommt das Ganze doch eher zu einem Katz-und-Maus-Spiel, in dem ihr die wehrlose Maus verkörpert. Zudem müsst ihr auf die Einhaltung der Strassenverkehrsordnung keinen Wert legen. Solange ihr nämlich keine Passanten überfahrt, dürft ihr wie der letzte Henker durch die Stadt brettern - die Polizei kümmert es nicht. So kann und will einfach keine ordentliche Atmosphäre beim Fahren aufkommen. Und auch in diesem Punkt ist Mafia: The City of Lost Heaven mit seinen spannenden Fluchtsequenzen vor den hartnäckigen Behörden der Pate-Versoftung weit voraus.

Ballerei mit Tücken

Habt ihr die Fähigkeiten eures Charakters auf eine höhere Stufe gesteigert, gehen vor allem Schiessereien merklich flüssiger und effizienter von der Hand. Auf Tastendruck visiert ihr automatisch eine in der Nähe befindliche Person an und könnt sie dann präzise, auf Wunsch auch aus einer Deckung heraus, unter Beschuss nehmen. Nervig ist allerdings, dass das Zielsystem hier kaum zwischen Gegnern und Zivilisten unterscheidet und schon gar nicht auf die momentane Situation eingeht. So kann es passieren, dass ihr von jemanden beschossen werdet, die Zielerfassung jedoch eine weiter wegstehende oder unbeteiligte Person anvisiert. Das kann mächtig auf die Nerven gehen. In solchen Momenten solltet ihr besser auf freies Zielen umschalten - mit dem Nachteil einer geringeren Trefferwahrscheinlichkeit.

Immerhin sind die Schiessereien teils sehr spektakulär in Szene gesetzt worden. Vor allem die Explosionen gehören mit zum Schönsten, was das Spiel euch in technischer Hinsicht zu bieten hat. Wenn also eure Feinde mal wieder Deckung hinter Autos, Mauervorsprüngen oder anderen Umgebungsobjekten suchen, schickt ihr ihnen flugs einen heissen Cocktail oder eine Dynamitstange per Luftpost, und schon kann die Grillparty beginnen. Wenn Autos und explosive Fässer in einem grellem Feuerschweif in die Luft fliegen, schlägt sowieso das Herz eines jeden Actionfans höher.

Der Pate
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Daniel Boll am 01 Apr 2006 @ 13:10
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