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Alan Wake: Review

  Personal Computer 

In ruhigeren Momenten erkundet ihr eine idyllisch gelegene Psychiatrie mit atemberaubend schönem Ausblick oder bedient Kräne und Aufzüge, um an bestimmte Stellen zu gelangen. Ausserdem laden jede Menge Sammelobjekte zum Erkunden der Spielwelt ein. Manuskriptseiten erzählen vergangene, gegenwärtige und künftige Ereignisse eures Kapitels. Infotafeln vermitteln Details von der jeweiligen Ortschaft, in der ihr euch gerade aufhaltet. Radiosender verkünden aktuelle Nachrichten, die euch betreffen. Fernseher strahlen eine Mystery-Serie namens Night Springs aus, die an Twilight Zone erinnert und mit echten Schauspielern glänzt. Gelegentlich spielt ihr in Rückblenden die New Yorker Vergangenheit von Alan und Alice nach.

So richtig krachen lässt es Remedy in den beiden Zusatzkapiteln The Signal und The Writer. Da sie sich komplett in Alans Traumwelt abspielen, durften die Entwickler tief in ihre Trickkiste greifen. Schwebende Leuchtschriften lassen nach Bestrahlung verschiedene Ereignisse vom Stapel oder Objekte auftauchen. Eine BOOM!-Schrift zieht eine grosse Explosion nach sich und kann entsprechend gegen Besessene eingesetzt werden. An einer anderen Stelle müsst ihr Strommasten freileuchten, um einen wichtigen Kran mit der nötigen Energie zu versorgen. Und dann wäre da noch eine mächtig coole Szene mit einem Leuchtturm in einer ansonsten stockdusteren Umgebung - aber dazu verraten wir an dieser Stelle nichts weiter.

Technik

So frustrierend und taktisch die Gefechte manchmal sein können: der Gegner-KI ist das nicht zu verdanken. Zu leicht lassen sich Besessene verwirren, indem ihr etwa auf hohe Objekte springt oder einfach in einen Innenraum flüchtet. Statt euch zu folgen, entfernen sie sich dann gerne von euch. Technisch betrachtet ist Alan Wake auch ein zweischneidiges Schwert. Konsolenherkunft und Alter sind stellenweise spürbar. Blasse, detailarme oder flackernde Texturen, zittrige Schattenwürfe und manch einen Bitmap-Hintergrundbaum wollen wir im Jahr 2012 eigentlich nicht mehr sehen. Das Gesamtbild ist aber ziemlich solide. Die grosse Stärke von Alan Wake sind zweifelsohne die atmosphärischen, teils schon übertrieben grellen Lichteffekte. Manch ein Gebirgspanorama sieht bei Tageslicht ausserdem grossartig aus - man würde am liebsten sofort einen Urlaub in Bright Falls buchen. Vegetation, darunter Büsche und Sträucher, sind grösstenteils in 3D und bewegen sich sogar, wenn man sie streift.

Die Charaktermodelle sehen gut aus, sind anständig animiert, lassen aber beim Sprechen eine vollständige Lippensynchronität vermissen - bei der deutschen Sprachausgabe etwas auffälliger als bei der englischen. Wir empfehlen aber sowieso englische Sprachausgabe und deutsche Untertitel, da die Atmosphäre so einfach glaubwürdiger rüberkommt. Trotz viertem Patch hat Remedy es aber immer noch nicht hinbekommen, die Lautstärke von Gesprochenem auf ein konstant hohes Niveau zu bringen. Manch ein Monolog des Schriftstellers wirkt immer noch extrem leise.

Alan Wake
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Daniel Boll am 23 Mrz 2012 @ 07:33
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