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ÜberSoldier: Review

  Personal Computer 

Das russische Studio Burut hat sich anno 2004 mit dem unterdurchschnittlichen Ego-Shooter Kreed eher blamiert, blieb dem Genre aber treu. Der neueste Versuch der Firma wurde zunächst als East Front angekündigt, Ende 2005 aber dann in ÜberSoldier umbenannt. Eine Preview-Version vom Februar hatte uns bereits gut gefallen, doch ob die mittlerweile erhältliche deutsche Vollversion den Erwartungen genügt?

Operation gelungen, Patient lebt

Der deutsche Offizier Karl Stolz gerät im Zweiten Weltkrieg mit seiner Truppe in einen Hinterhalt und segnet das Zeitliche. Sein relativ gut erhaltener Leichnahm wird aber nicht beerdigt, sondern kommt als Versuchsobjekt in eine SS-Forschungseinrichtung. Dort wird mit einer Methode experimentiert, getötete Soldaten wieder zum Leben zu erwecken - mit Erfolg. Die erste Person, die ein Proband nach dem Aufwachen erblickt, hat künftig die absolute Kontrolle über ihn. Wie dumm für das Nazi-Regime, dass die Psychatrie, in die Karl Stolz nach dem geglückten Experiment eingeliefert wurde, von einer Rebellengruppe gestürmt wird. Als er erwacht, ist die schöne Rebellin Maria der erste Mensch, den er sieht - und ihr ist er fortan entsprechend folgsam.

Die Widerstandsbewegung hat mit Karl ein starkes Ass im Ärmel, verfügt er doch über die Fähigkeit, die Zeit zu manipulieren. So kann er einen Zeitschild erzeugen, der Kugeln um ihn herum in der Luft einfriert und nach Deaktivierung des Schildes sozusagen mit voller Wucht an den Absender zurückgehen lässt. Da Karl es in den zwölf anstehenden Levels mit treffsicheren Gegnern zu tun bekommt und wahrlich nicht unsterblich ist, hat seine Superfertigkeit eine durchaus stark lebensverlängernde Wirkung. Allerdings kann sie nicht beliebig lange angewendet werden, sondern ist an eine Energieleiste gebunden. Letztere lässt sich allerdings leicht aufladen, indem drei Gegnern in kurzer Zeit nacheinander jeweils ein Kopfschuss verpasst wird. Aber auch normale Tötungsattacken tragen dazu bei, bringen jedoch nur einen Bruchteil der Energie ein.

Im nur knapp fünfstündigen und sehr linearen Spielverlauf geht es unter anderem durch Fabrikanlagen und Forschungseinrichtungen. Die grafische Palette reicht von detaillierten, mit feinem Bump Mapping überzogenen Räumlichkeiten bis hin zu eher düsteren und tristen Aussenarealen. Die meiste Zeit über sind Schiessereien mit Nazi-Truppen angesagt, die aus Fenstern ballern, Räume stürmen oder mit LKWs antransportiert werden. Doch gestaltet sich die Dauerballerei alles andere als langweilig. Kleinere und grössere, teils geskriptete Ereignisse sorgen für die nötige Abwechslung. Etwa ein tödlich getroffener Nazi, der über eine Balkonbrüstung stürzt, auf eine Stromleitung fällt und einen netten Funkenregen verursacht. Oder auch ein Flugzeug, das brennend und qualmend in ein Gebäude stürzt.

ÜberSoldier
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 28 Apr 2006 @ 18:10
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