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Overlord: Review

  Personal Computer 

Selten wagt sich eine Spieleschmiede mit einem innovativen Spielkonzept auf den Markt. Die Gefahr, damit zu scheitern, ist gross und könnte heutzutage das schnelle Aus für eine Firma bedeuten. Bestes Beispiel: Psychonauts. Trotz genialem Gameplay hat es sich nur mässig verkauft, woran sicherlich auch eine mangelhafte Marketingkampagne nicht unschuldig war. Umso mehr hoffen wir, dass es Triumph Studios' erfrischend anderem Action-Adventure-Mix Overlord besser ergehen wird.

Oller Grufti

Der titelgebende Overlord ist ein grobmotorischer Faulpelz, hat aber einiges zu sagen. Nachdem sein Vorgänger leider auf ganzer Linie versagt und dem Bösen damit einen herben Rückschlag verpasst hatte, werdet ihr nach langem Todesschlaf aus eurem Sarg befreit, um die Nachfolge anzutreten. Äusserlich seid ihr ein dunkler Ritter, und vielleicht liegt es ja an der Rüstung, dass ihr euch nur schwerlich fortbewegen könnt und nicht mal in der Lage seid, kleinste Hindernisse zu überwinden. Doch nicht verzagen, denn die Drecksarbeit erledigen andere für euch.

Die so genannten Schergen sehen aus, als hätte jemand Gremlins mit den Imps aus Dungeon Keeper und Gollum aus der Herr der Ringe-Saga gekreuzt. Und sie verhalten sich auch dementsprechend. Einerseits bis zum Tod loyal ihrem Overlord ergeben, haben sie andererseits einen Heidenspass daran, Dinge zu zerstören und Leben auszulöschen. Nun ja, wer kann es ihnen auch verübeln? Als Overlord müsst ihr schliesslich mit gutem, sorry, bösem Beispiel vorangehen. Und das geht richtig intuitiv vonstatten.

Zunächst einmal seht ihr den Overlord stets aus einer dritten Person. Eben so, wie man es von einem Action-Adventure erwartet. Doch anstatt euch selber die Hände schmutzig zu machen, was dank Standard-Axt notfalls möglich wäre, entsendet ihr eure Schergen mithilfe der Maus. Jeder Klick schickt eines der kleinen Monster in die Richtung, in die ihr gerade blickt. Befindet sich eine Schafsherde auf dem Weg, gibt es ein Massaker. Stehen Gefässe, Pflanzen oder gar Häuser in der Gegend herum, lassen die Schergen ihrer Zerstörungswut freien Lauf und können sich hierbei biestige Kommentare sowie höllische Lacher nicht verkneifen.

Do it yourself S.O.S.

So einfach ist das böse Leben auf Dauer natürlich nicht. Zunächst benötigt ihr nämlich eine vorzeigbare Residenz. Der Palast eures Vorgängers, mittlerweile zu einer Ruine verkommen, fungiert als Ausgangsbasis. Folglich braucht ihr einen Kran, um überflüssigen Schutt zu entfernen. Ferner könnten ein paar Reinigungskräfte, vorzugsweise hübsche Jungfrauen, von Vorteil sein. Denn wer sagt, dass das Böse nicht Wert auf Sauberkeit legen darf? Eben, niemand! Also macht ihr euch auf in die hübsche weite Welt, um den Kram zu besorgen und eure Schreckensherrschaft auszubauen. Unterwegs trefft ihr auf freundlich gesinnte Zivilisten, die euch nicht selten um Hilfe bitten.

Da wäre beispielsweise der Fall mit dem Lebensmitteldiebstahl. Gute Halblinge haben ein Dorf geplündert und die Vorräte geklaut. Irgendwo doch ein Paradoxon, oder? Muss das Gute nicht immer Gutes vollbringen? Wie auch immer: Ihr könnt euch in die Höhle des Löwens wagen und das Fresspaket zurückbringen - oder eurer fiesen Natur freien Lauf lassen und das Teil in den eigenen Palast schaffen. Leider werdet ihr nicht so häufig vor solche Entscheidungen gestellt. Dennoch gestaltet sich das Spiel nicht so streng linear, wie euch die spielbare Demo beziehungsweise der umfangreiche Beginn samt Tutorial glauben lässt. Später werdet ihr nämlich mit mehreren Aufträgen gleichzeitig betraut und könnt selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge ihr sie abarbeitet

Overlord
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 24 Jul 2007 @ 17:37
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